Bayern München steht im Finale des Premiere-Ligapokals. bundesliga.de beobachtete den Rekordmeister auf dem Weg ins Endspiel.

Die Voraussetzungen waren nicht ideal: 67-Stunden-Flug, müde WM-Helden, viele Verletzte!

Erschwerend hinzu kamen die schweren Beine nach dem harten Trainingslager von Trainer Felix Magath. Doch die Schützlinge des Bayern-Trainers bewiesen in der heimischen Allianz Arena Charakter und erreichten am Mittwochabend zum sechsten Mal das Finale im Premiere-Ligapokal.

"Wenn ich jammere, dass ich müde bin, wird das nichts", appellierte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor der Partie an das kickende Personal. Die Worte aus der Chefetage kamen an, so dass die Bayern-Macher am Ende nur noch lobende Worte für den 4:1-Sieg im Elfmeterschießen übrig hatten.

Magath: "Das war sehr gut"

"Ich bin wirklich überrascht, dass die Mannschaft so ein Tempo gegangen ist", so Manager Uli Hoeneß. Auch Magath war von seinem Team angetan: "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Angesichts unseres Trainingszustandes war das sehr gut!"

Magath brachte mit Lukas Podolski, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Willy Sagnol vier Spieler, die nach dem WM-Urlaub das Training erst vor wenigen Tagen aufgenommen haben. "Sie haben noch nicht die Beine für 90 Minuten, das hat man gemerkt", wusste der neue Abwehrstratege Daniel van Buyten.

Van Buyten stark

Der Belgier selbst zeigte in seinem ersten Pflichtspiel im Bayern-Trikot eine solide Leistung. Dementsprechend war der Neuzugang vom Hamburger SV persönlich zufrieden: "Es ist immer sehr wichtig, mit einem Sieg bei einem neuen Klub anzufangen. Ich glaube, ich bin in einer sehr guten Mannschaft gelandet."

Der andere Neuzugang im Bayern-Team war Lukas Podolski. Wie schon beim Test in Tokio bei den Urawa Red Diamonds (0:1) stürmte der beste Nachwuchsspieler der FIFA WM 2006 neben Roy Makaay. Das neue Sturmduo harmonierte phasenweise sehr gut. Dreimal schoss Podolski aufs Tor, ein Treffer blieb ihm verwehrt.

Magath sieht gutes Zeichen im Premiere-Ligapokal

Besser will es der Ex-Kölner im Finale gegen Werder Bremen heute im Leipziger Zentralstadion (ab 17.30 Uhr im bundesliga.de-Liveticker) machen. Da gilt es für die Bayern den ersten Titel der Saison zu holen. "Der Premiere-Ligapokal war für uns immer ein Zeichen, dass die Saison gut wird. Deshalb strebe ich auch diesmal den Titel an", sagte Magath.

Der Titel wäre der sechste Triumph im Premiere-Ligapokal – das halbe Dutzend wäre geschafft. Die Bilanz gegen die Bremer kann sich sehen lassen: in bisher 80 Duellen gewann der Rekordmeister 36 seiner Spiele. Nummer 37 soll im Leipziger Zentralstadion folgen.

Fatih Demireli

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