Aber der Ausgleich durch Heiko Westermann fünf Minuten vor Schluss raubte dem Vizemeister den ersten Sieg in der aktuellen Bundesligasaison.

Dementsprechend unzufrieden war Nationalspieler Torsten Frings nach dem Schlusspfiff.

Frage: Herr Frings, 1:1 gegen Schalke 04. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Torsten Frings: Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Über die gesamte Spielzeit hatten wir Schalke gut im Griff. Der Knackpunkt, dass wir nicht gewonnen haben, waren die vielen hochkarätigen Chancen, die wir nicht verwertet haben. Wir wussten, dass Schalke eine starke Abwehr hat und sind drei oder vier Mal allein auf das Tor gelaufen. Wir hätten den Sack einfach zumachen müssen.

Frage: Würden Sie dennoch sagen, dass diese Partie gegen Schalke eine Steigerung im Vergleich zum Bielefeld-Spiel war?

Frings: Absolut. Ich habe eine Steigerung gesehen. Der einzige Kritikpunkt ist die Chancenauswertung. Wenn wir diese in Zukunft besser ausnutzen, werden wir auch die Spiele gewinnen.

Frage: Zwei Punkte nach zwei Spielen. Kein guter Start...

Frings: Dafür sind wir aber selbst verantwortlich. In Bielefeld werden auch andere Mannschaften Punkte lassen, gegen Schalke waren wir die bessere Mannschaft. Dennoch ist die Ausbeute nicht optimal.

Frage: Wie haben Sie das Comeback von Claudio Pizarro gesehen?

Frings: Es war ein ordentliches Spiel von ihm. Am Ende hat ihm noch die Frische gefehlt, denn er hatte die eine oder andere Möglichkeit. Es ist gut zu wissen, dass wir einen Stürmer haben, den wir immer anspielen können.

Frage: Sie kennen Ihn bereits seit Jahren. Was denken Sie, auf welchem Stand ist Pizarro?

Frings: Das weiß ich nicht genau. Dies ist auch nicht interessant. Ich bin mir aber sicher, dass er noch viel besser wird. Dann kommt auch die Kaltschnäutzigkeit vor dem Tor zurück.

Frage: Wie war die Situation vor Ihrem Treffer?

Frings: Ich habe Markus gerufen, dass er den Ball durchlassen soll. Es war ein guter Schuss, ich bin froh, dass er rein ging.

Das Gespräch führte Oliver Bülow