Werder Bremens Mannschaftskapitän Torsten Frings wird bei der Nominierung für den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nicht berücksichtigt.

Das ist das Ergebnis eines persönlichen Gesprächs zwischen dem 33-Jährigen und Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch in der Hansestadt.

Der Mittelfeldspieler akzeptierte die Entscheidung, zeigte sich aber dennoch enttäuscht darüber: "Dieser Schritt kommt für mich jetzt nicht völlig überraschend. Damit musste ich ja rechnen, wenn man alle Vorzeichen gesehen hat. Mir bleibt nichts anderes übrig als das zu akzeptieren, auch wenn ich völlig anderer Meinung bin als Joachim Löw. Ich glaube, dass ich immer noch das Potenzial habe, starke Leistungen bei einer WM abzuliefern. Und ich werde das weiterhin in der Bundesliga unter Beweis stellen", so Frings.

Aus nach 79 Länderspielen

Klaus Allofs, Geschäftsführer der "Grün-Weißen", sagte zur Entscheidung des Bundestrainers: "Das ist eine enttäuschende Entscheidung des Bundestrainers. Schade, dass unser Kapitän nicht die Möglichkeit bekommt, die WM zu spielen. Für uns ist und bleibt Torsten Frings ein entscheidender Spieler, der gerade aufgrund seiner großen internationalen Erfahrung sicher auch weiterhin eine wichtige Rolle für die Nationalmannschaft spielen könnte. Aber Joachim Löw ist der sportlich Verantwortliche und wir müssen seine Entscheidungen akzeptieren."

Frings war seit 2001 in der DFB-Auswahl aktiv, hatte seitdem 79 Länderspiele absolviert und dabei zehn Tore geschossen. Mit der Nationalmannschaft wurde er 2002 Vize-Weltmeister und holte bei der WM 2006 in Deutschland den 3. Platz. Bei seinem letzten großen Turnier, der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz, stand er erneut im Endspiel und wurde Vize-Europameister.