München - 0:9 Tore in den letzten beiden Auswärtsspielen. Die Eintracht aus Frankfurt hat sowohl beim FC Bayern (0:5) als auch bei Borussia Dortmund (0:4) heftig Prügel bezogen. 

In beiden Partien schonte Armin Veh jedoch seinen besten Innenverteidiger Carlos Zambrano und Sebastian Rode. Beide Stammspieler stehen vor einer Gelb-Sperre und werden für die wichtigen Spiele gegen die direkten Abstiegs-Konkurrenten gebraucht. „Das hat einen größeren Stellenwert für uns. Da wäge ich schon ab“, sagte Veh schon vor der Bayern-Partie.

Und tatsächlich landeten die Frankfurter zwischen den Spielen bei Bayern und beim BVB gegen Braunschweig einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg. Das soll am kommenden Samstag gegen den Tabellennachbarn Werder Bremen wiederholt werden - mit Zambrano und Rode. "Wenn wir so auftreten wie heute, müssen wir keine Angst vor dem Rest der Saison haben", sagte auch Stefan Aigner nach dem Spiel gegen das Tabellenschlusslicht.

Und die nächsten fünf Spiele werden über die Zukunft der Frankfurter entscheiden. Alle kommenden Gegner sind direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Hier kann das Team von Armin Veh die Weichen für ein ruhiges Saisonende stellen.

Das macht Hoffnung

  • In der Rückrunde gewann Frankfurt beide Heimspiele zu null, diese Bilanz kann man nun in den nächsten Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz aus Bremen, Stuttgart und Freiburg ausbauen.

  • In der Hinrunde hatte Frankfurt dank DFB-Pokal und Europa League 28 Pflichtspiele, jetzt ist man aus dem nationalen Pokal ausgeschieden (und möglicherweise auch bald aus der Europa League. Dort sind die Hessen im 16tel-Finale gegen den FC Porto nur Außenseiter).

  • Alex Meier: Der Topscorer der Eintracht aus der vergangenen Erfolgssaison steht im Gegensatz zur Hinrunde wieder voll zur Verfügung.

  • Frankfurt erzielte sieben Tore nach Flanken – nur zwei Teams mehr. Mit Sebastian Jung hat die Eintracht den "Flankengott" der Liga in ihren Reihen (er schlug fünf Flanken, die zu Toren führten). 

Das macht Sorgen

  • Frankfurt lief durchschnittlich nur 114,8 Kilometer pro Spiel - alle anderen Teams spulten mehr Kilometer ab.

  • Frankfurt kassierte acht Gegentore in den letzten zehn Spielminuten, sechs Mal büßten die Hessen dadurch Punkte ein.

  • Die Eintracht holte nur zwei Punkte nach Rückständen - ligaweit kein Team weniger

Ausblick

Wenn die Eintracht gegen die Konkurrenten so spielt wie gegen Braunschweig, dürfte der Klassenerhalt reine Formsache sein. Allerdings könnten die heftigen Klatschen gegen die Top-Teams der Liga dem Selbstvertrauen schaden. Trotzdem hat Frankfurt die besten Karten im Tabellenkeller und wird sehr wahrscheinlich drin bleiben.

 

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