Köln - "Kein Erfolg ohne Risko" ist mein Mantra im offiziellen Bundesliga Fantasy Manager. Einmal in dieser Saison lag ich damit völlig daneben, aber insgesamt hat es sich als sehr gescheite Herangehensweise erwiesen.

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Der 3. Spieltag brachte mir nur magere 56 Punkte, aber ich habe an diesem Wochenende eine wertvolle Lektion gelernt: Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sich die Ansetzungen der kommenden Wochen anzuschauen und sich Möglichkeiten zur Rotation zu verschaffen. Jetzt, da die Herbstliga gestartet ist, bietet sich neuen Mitspielern und alten Hasen die Möglichkeit, aus meinen Fehlern zu lernen.

Video: Neustart in der Herbstliga

Bevor die Saison gestartet ist, habe ich einen Artikel darüber verfasst, ob eine Mannschaft mit nur elf Stars einen breiteren Kader von 15 Spielern übertrumpfen würde. Nach gerade einmal einem Viertel der Saison muss man kein Genie im Umgang mit Zahlen sein wie mein Kollege Matt "Der Experte", um zu wissen: 15 ist größer - und besser - als elf!

Die Kadergröße spielt eine Rolle, aber meine Goldene Regel für die Kaderzusammenstellung hat mit einem anderen Fakt zu tun. Da Du zwischen zwei Spieltagen stets drei Transfers tätigen und am Spieltag auswechseln, oder Deinen Kapitän tauschen darfst, ist es das Wissen um die Reihenfolge der Spiele, das Dir einen entscheidenden Vorteil verschaffen kann.

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Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen

Nehmen wir den 9. Spieltag als Beispiel. Am Freitagabend war Nico Elvedi für Borussia Mönchengladbach im Einsatz, daher machte ich ihn zu meinem Kapitän für den Fall, dass er ein Bombenspiel abliefert. Er erspielte acht Punkte, daher wechselte die Kapitänsbinde schnell zu Robert Lewandowski, der mit dem FC Bayern München am Samstagnachmittag spielte und das zahlte sich richtig aus!

Mein Fokus lag daraufhin auf meinem Mittelfeld - der einzigen anderen Position in der ich in meinem 4-3-3-System rotieren konnte. Naby Keita und Benjamin Henrichs waren zu diesem Zeitpunkt mit je acht Zählern meine Mittelfeldspieler mit der geringsten Punktezahl. Daher warf ich Julian Weigl vor dem Anpfiff des Revierderbys für Henrichs rein. Zwar holte Weigl nur sechs Punkte, aber ich hatte zum Glück noch Kerem Demirbay in der Hinterhand, der am Sonntag die ursprünglichen acht Zähler von Henrichs einfuhr.

Vor dem Anpfiff des späten Sonntagsspiels 1. FC Köln gegen den Hamburger SV musste ich zwei Entscheidungen treffen: Mache ich Anthony Modeste zu meinem Kapitän und bringe ich Konstantin Rausch für Elvedi? Rausch stand nicht in der Startelf, was mir eine Entscheidung sehr einfach machte und da Lewandowski als Kapitän stolze 40 Punkte eingefahren hatte, war ich nicht überzeugt, dass Modeste noch mehr schaffen könnte. Eine richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte, denn Modeste hätte als Kapitän lediglich 34 Punkte geholt.

Es kommt auf die Ansetzungen an

Über das Wochenende hatte ich also Spieler im Team, die zu allen fünf verschiedenen Anstoßzeiten aufgelaufen sind und beließ drei Spieler auf der Bank, die meine Ausbeute von 136 Punkten nicht vergrößert hätten. Natürlich war ein gewisses Risiko dabei. Demirbay hätte schlechter Punkten können als Weigl und Lewandowski hätte ein fünftes Spiel ohne Tor erleben können. Am Ende hatte sich das Risiko aber ausgezahlt.

Es wird nicht an jedem Wochenende so funktionieren, aber es beweist, dass Dich vorausschauendes Handeln und Rotation im Bundesliga Fantasy Manager weit bringen, falls Du die Ansetzungen zu Deinem Vorteil nutzen kannst. Ich hoffe, dieser Tipp hilft Dir bei der Entscheidungsfindung vor dem 10. Spieltag. Ich melde mich am Donnerstag wieder.

Die Wahrheit liegt auf der Taktik-Tafel!

Euer Coach James

Der Autor

James "Der Coach" Thorogood ist beim Thema Taktik und Formationen unerreicht. Er ist Bundesliga-verrückt. Juan Arango, Raul und Sascha Mölders sind seine drei Lieblingsspieler aller Zeiten. Regelmäßig führt er beim Edelitaliener Taktik-Diskussionen mit Carlo Ancelotti. Auch mit Thomas Tuchel hat "JT" schon Salz- und Pfefferstreuer über den Tisch geschoben.