Das lange Warten hat ein Ende, nach genau 90 Tagen endet am Freitag, den 15. August die Sommerpause und mit dem Klassiker Bayern München gegen den Hamburger Sportverein geht die Bundesliga in ihre 46. Saison.

Mit Jürgen Klinsmann (Bayern), Martin Jol (HSV), Fred Rutten (Schalke 04) und Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen) feiern gleich vier Trainer ihrer Trainerpremiere im deutschen Oberhaus. Nach den millionenschweren Transfers der vergangenen Saison hielt sich der deutsche Rekordmeister dieses Jahr zurück. Dafür holte Schalke 04 mit dem Peruaner Jefferson Farfan und dem Niederländer Orlando Engelaar, der 1. FC Köln mit dem portugiesischen Nationalspieler Petit und der VfL Wolfsburg mit den beiden italienischen Weltmeistern Andrea Barzagli und Cristian Zaccardo neue Topstars in die Bundesliga. Und mit dem "Fußballdorf" Hoffenheim kann der 50. Verein der Bundesligageschichte begrüßt werden.

bundesliga.de hat die 18 Bundesligisten und deren Vorbereitung, Transfers und Verletzten genau unter die Lupe genommen:

Borussia Dortmund

Was eine einzige Person alles bewirken kann, zeigt das Beispiel Borussia Dortmund. Jürgen Klopps Wechsel nach Westfalen sorgte für eine Aufbruchsstimmung, die ihresgleichen sucht. Beim Verkauf der Dauerkarten wurde ein neuer rekord aufgestellt und die Spieler lassen sich von der Power des Trainers anstecken. Exemplarisch sind die Fälle Jakub Blaszczykowski und Nelson Valdez. Das Duo strotzt unter Klopp nur so vor Selbstvertrauen. Dennoch: Spielerisch hat Dortmund noch Luft nach oben. Das hat man vor allem beim Pokalspiel in Essen - trotz Sieg - gesehen.

Energie Cottbus

Der FC Energie Cottbus ist in den Augen vieler sogenannter Experten stets der Abstiegskandidat Nummer 1, doch die Lausitzer schaffen es immer wieder die Kritiker mit tollen Auftritten eines Besseren zu belehren. Auch die Saisonvorbereitung sollte den Anhängern des FCE Mut machen. Neuzugänge wie Savo Pavicevic oder Cagdas Atan erwiesen sich schon bei den Testspielen als mögliche Verstärkungen für die Startelf. Auch beim ersten Pflichtspiel im Pokal bei TeBe Berlin gab sich Cottbus keine Blöße. Mit einer geschlossenen Teamleistung ist von Energie auch in der neuen Saison einiges zu erwarten.

Gerade noch glückte Arminia Bielefeld in der vergangenen Saison der Klassenerhalt. Damit es nicht wieder so eng wird, hat Trainer Michael Frontzeck in der Vorbereitung seinem Team alles abverlangt. Bei den wichtigen Testspielen wie gegen Mönchengladbach, Athen, Rostock, Ahlen oder Enschede konnte Bielefeld allerdings keinen Sieg einfahren. Große Hoffnungen ruhen auf Neuzugänge wie Christopher Katongo (Bröndby Kopenhagen), Berat Sadik (FC Lahti) oder Michael Lamey (MSV Duisburg). Der DFB-Pokal-Auftritt in Durlach hat allerdings gezeigt, dass die Bielefelder noch viel Luft nach oben haben.

Nur ein Testspiel verlor der Aufsteiger in der Vorbereitung und präsentierte sich phasenweise sehr überzeugend. Auch im DFB-Pokal: Die "Fohlen" gewannen mit 8:1 bei Fichte Bielefeld. Auf dem Transfermarkt wurde nicht blind zugeschlagen. "Für uns ist es entscheidend, dass die Spieler, die wir holen, die Positionen besetzen können, die wir brauchen und dass sie die Aufgaben erfüllen, die wir von ihnen verlangen", so Sportdirektor Christian Ziege. Geholt wurden Jean-Sébastien Jaurès (AJ Auxerre), Karim Matmour (SC Freiburg), Gal Albermann (Beitar Jerusalem) und Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Bayer Leverkusen).

1899 Hoffenheim

Mit großen Ambitionen ist 1899 Hoffenheim in die Bundesliga aufgestiegen. Wer jedoch geglaubt hatte, die Hoffenheimer werden wild auf dem Transfermarkt zuschlagen, sah sich getäuscht. Die sportliche Führung blieb ihrem Stil und ihrem Konzept treu. So wurden mit Andreas Beck (VfB Stuttgart) und Wellington Luis de Sousa (Internacional) erneut zwei junge Spieler verpflichtet, denen eine große Zukunft vorausgesagt wird. Geschmack auf die Bundesliga machten die Testspiele: Galatasaray (2:1), Blackburn Rovers (3:1) und Kaiserslautern (3:0) wurden souverän besiegt.

1. FC Köln

Die Rückkehr des 1.FC Köln in die Bundesliga wurde am Dom natürlich tagelang gefeiert. Und die Hoffnung, dass es im Oberhaus erfolgreich weitergeht, ist nicht nur aufgrund des Verbleibs von Trainer Christoph Daum groß. Die Leistungen in den Testspielen waren überzeugend und auf dem Transfermarkt gehörte der 1. FC Köln zu den aktivsten Clubs. Der FC wurde mit Spielern wie Pedro Geromel, Petit, Manasseh Ishiaku oder zuletzt Sergiu Radu in der Spitze verstärkt. Die Generalprobe für die Bundesliga glückte im DFB-Pokal: Der SV Niederauerbach hatte beim 1:5 keine Chance.