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Bayern-Star Dayot Upamecano: Balleroberer und Spielmacher

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Mit dem FC Bayern München überwintert Dayot Upamecano in der Bundesliga an der Tabellenspitze. Als Fels in der Abwehrbrandung und Meister des langen Passes hatte der Franzose großen Anteil an der bislang erfolgreichen Mission Titelverteidigung. Auch mit Frankreich geht der Innenverteidiger als amtierender Champion bei der WM an den Start – und zeigte beim Auftaktsieg der Equipe Tricolore gegen Australien alle seine Qualitäten.

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Der Auftakt für Frankreich in die Weltmeisterschaft 2022 lieferte zunächst zwei Schrecksekunden: Erst ging Australien durch Craig Goodwin mit 1:0 in Führung, dann musste Lucas Hernandez bereits in der 13. Minute mit einem Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Das Team von Trainer Didier Deschamps war mit dem falschen Bein ins Turnier gestartet, aber holte sich im Laufe des Spieles immer mehr Sicherheit und siegte letztlich souverän mit 4:1.

Upamecano ist der Passkönig der WM

Als wichtiger Anker im französischen Spiel entpuppte sich Dayot Upamecano, der nicht nur überragende 14 seiner 19 Zweikämpfe gewann, sondern auch 114 seiner 120 Pässe an den Mann brachte. Lediglich dem Engländer John Stones gelangen an den ersten vier Tagen der WM noch zwei erfolgreiche Zuspiele mehr.

Aber angekommene Pässe alleine spiegeln nicht unbedingt die Bedeutung für die Mannschaft wider. Opta liefert eine Statistik der sogenannten "progressiven Pässe", in der möglichst viel Strecke in Richtung des gegnerischen Tores zurückgelegt wird und so viele Gegenspieler überspielt werden. Zehn dieser progressiven Pässe hat Upamecano gegen Australien gespielt und führte dieses Ranking am Mittwochabend vor Lionel Messi (neun) an. Stones kam im Vergleich beim englischen 6:2 gegen Iran nur auf sechs dieser besonders wertvollen Pässe.

Diese spielerische Qualität war auch in der aktuellen Bundesliga-Saison beim 24-Jährigen augenscheinlich. Kein Bundesliga-Spieler spielte 2022/23 so viele erfolgreiche Pässe wie der französische Nationalspieler, der selbst in größten Druckmomenten fast immer die Übersicht behält. Der Bundesliga Match Fact „Leistung unter Gegnerdruck“ ermittelt, wie gut sich ein Spieler aus kniffligen Situation befreien kann. In 77 Prozent der Fälle konnte sich Dayot Upamecano erfolgreich mit einem Dribbling oder einem Pass befreien - das ist eine sensationelle Quote.

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Highspeed und Antizipationsfähigkeit

Möglich macht das seine sehr gute Antizipationsfähigkeit, die sich auch darin zeigt, dass er enorm viele Pässe erahnt und abfängt. 38 Mal konnte er auf diese Weise bislang den Ball für die Münchner gewinnen – Ligabestwert! Zu Gute kommt ihm dabei natürlich auch seine enorme Endgeschwindigkeit: Wolfsburgs Micky van de Ven (35,87 km/h) ist der einzige Innenverteidiger der Bundesliga, der Upamecano (35,34) in Sachen Speed in dieser Spielzeit übertreffen konnte.

All diese Daten untermauern, dass Upamecano endgültig in der absoluten Weltklasse angekommen ist. Sein Spiel ist noch einmal facettenreicher und weniger fehleranfällig geworden. "Er hat ein Riesenpotential und hatte nicht immer einen leichten Stand. Dieses Jahr ist seine Entwicklung Weltklasse", konstatiert sein Club-Coach Julian Nagelsmann völlig zurecht. Spätestens nach dem Auftaktspiel gegen Australien wird auch Deschamps sicher in die Lobeshymnen einstimmen.