München - Hoffenheims Coach Markus Babbel regt sich über die Freiburger Standard-Tore auf, sein Gegenüber Christian Streich ging ganz bewusst "das ganz hohe Risiko". Die Stimmen zum 3. Spieltag.

SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 5:3´

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): Es war so, dass wir uns entschieden haben, gegen Hoffenheim das ganz hohe Risiko zu gehen. Ein bisschen zeigt das das Ergebnis. Wir waren am Ende die Glücklicheren. Die Mannschaft hat mutig gespielt. Das Ergebnis ist schön, aber auch wenn wir es 3:4 verloren hätten, hätte das nur ganz wenig verändert.

Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): Trotz allem hat die Mannschaft nicht aufgegeben, hat weiter gemacht. Wie die Mannschaft wieder ins Spiel gekommen ist, hat mir sehr gut gefallen. Beim 3:4 war es wieder eine Standardsituation - das sind Punkte, die mich maßlos ärgern. Das ist unnötig wie ein Kropf und macht eine engagierte Leistung zunichte. Glückwunsch an Freiburg, das vielleicht einen Tick überzeugter war, das Spiel zu gewinnen.


Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:2´

Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): Wir haben ein richtig gutes, temporeiches Spiel gesehen. In den ersten 20 Minuten haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Danach ist Hamburg besser ins Spiel gekommen. Nach der Pause haben wir die Partie sofort wieder im Griff gehabt. Nach dem 3:1 sollte das Spiel eigentlich entschieden sein, doch wieder haben wir es uns noch mal selbst schwer gemacht. Insgesamt sind wir sehr glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben.

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Das war ein sehr turbulentes Spiel mit vielen Toren. Die Anfangsphase haben wir komplett verschlafen. Danach haben wir ein gutes Spiel gezeigt und Moral bewiesen. Auf der spielerischen Leistung und unserer Moral können wir aufbauen, aber über die ersten 20 Minuten werden wir noch mal reden müssen.


Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 3:0

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Erstmals in dieser Saison haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das ist der Fußball, den wir spielen wollen und müssen, wenn wir weiterhin erfolgreich sein wollen. Die Mannschaft hat alles gezeigt, was dazu gehört.

Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): Man kann in Dortmund verlieren, nur die Art und Weise wurmt mich gewaltig. Wir wissen, dass Dortmund uns noch einen Schritt voraus ist. Aber so wie wir aufgetreten sind, hatten wir keine Chance.


SpVgg Greuther Fürth - FC Schalke 04 0:2

Trainer Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): Wir müssen lernen, haben aber wieder eine engagierte Leistung gezeigt. In dieser Liga werden Kleinigkeiten bestraft.

Trainer Huub Stevens (Schalke 04): Wir haben zunächst nicht gut gespielt und dann kurz vor der Pause auch noch große Chancen vergeben. Wir wissen von Draxlers Qualitäten, ich bin sehr zufrieden mit ihm.


FC Bayern - 1. FSV Mainz 05 3:1

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): Wir haben eine halbe Stunde exzellenten Fußball gezeigt. Die Tore waren überragend gemacht, über außen nach Spielverlagerung. In den 15 Minuten vor der Pause waren wir etwas zu passiv. Nach dem Gegentreffer haben wir aber die Kontrolle wieder übernommen und hatten viele Torchancen. Das 3:1 war verdient. Vor allem nach der Hereinnahme von Javi Martinez haben wir wieder kontrollierter agiert. Er hat sehr gut nach vorne und sehr intelligent gespielt. Das 3:1 hat er überragend vorbereitet.

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): Wir sind extrem schnell und unglücklich in Rückstand geraten. Wir waren sehr passiv und haben uns sehr weit zurückgezogen. Das wollten wir nicht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht und etwas mehr Mut gefasst. Man muss aber in aller Bescheidenheit damit zufrieden sein. Auch wenn ich mich über die Niederlage ärgere, muss man klar anerkennen, dass es das stinknormalste Ergebnis ist.


Hannover 96 - Werder Bremen 3:2

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Das war eine irre Partie und ein ziemliches Spektakel. Ich muss zugeben, dass wir ein glücklicher Sieger sind. Nach dem Anschlusstor haben wir ein wenig den Faden verloren, am Ende aber wieder Gas gegeben.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Es war ein klasse Spiel, in dem alles drin und alles da war. Die ersten 20 Minuten haben wir verschlafen, möglicherweise ist dafür die Bundesliga-Spielpause verantwortlich. In der Tabelle hängen wir ein bisschen hinterher, aber ich bin sicher, dass in den nächsten Spielen die richtigen Ergebnisse kommen werden.


Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg 2:3

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Wir sind enttäuscht. Diese Niederlage war unnötig. Am Anfang haben wir vergessen, richtig zu verteidigen. Ich habe aber auch positive Sachen gesehen. In einigen Situationen haben wir gut nach vorne gespielt.

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Wir haben ein sehr sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Nach dem Ausgleich sind wir nicht zusammengefallen und hatten die richtige Antwort. Es war ein tolles Fußballspiel.


VfB Stuttgart - Fortuna Düsseldorf 0:0

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Ich denke, wir hätten es verdient gehabt zu gewinnen. Wir haben sehr gut begonnen und Druck gemacht. Dann kamen die Verletzungen, und wir sind nicht mehr reingekommen. Was gefehlt hat, ist die Zielstrebigkeit und Genauigkeit. Das letzte Quäntchen hat gefehlt. Positiv ist, dass wir bis auf die Chance von Andrej Woronin nicht viel zugelassen haben. Es ist sehr, sehr schade, dass wir das Spiel nicht irgendwie dreckig gewonnen haben.

Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): Ich denke, dass wir uns den Punkt verdient haben. Wir waren sehr organisiert, strukturiert und laufstark. Wir haben aus dem Spiel heraus nicht viel zugelassen, und ich denke, dass wir mit Andrej Woronin auch die beste Chance des Spiels hatten. Insgesamt bin ich nicht unzufrieden, weil man gesehen hat, dass sich unsere Mannschaft immer mehr freigeschwommen hat.


FC Augsburg - VfL Wolfsburg 0:0

Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): Wir haben heute 90 Minuten gekämpft. In den ersten Minuten waren wir gut im Spiel, dann haben wir die Begegnung aus der Hand gegeben. Wir haben es versäumt, weiter Fußball zu spielen. Am Ende geht das Remis in Ordnung. Kampf war heute Trumpf. Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt. Wir müssen die Angriffe besser zuende spielen. Wenn wir vorne Tore schießen, werden wir auch Spiele gewinnen.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Man hat gesehen, dass uns das 0:4 gegen Hannover noch in den Knochen steckte. Jeder hat am Anfang den Ball sofort weggespielt und wollte keinen Fehler machen. Der FCA hat viel Druck gemacht, da hat uns die Sicherheit gefehlt. Wir müssen jetzt an unserem Offensivspiel arbeiten. Diego war viel unterwegs. Mit ihm wird es immer besser.