Das ging nach hinten los: Werder Bremen kam zum Saisonstart mit 1:4 bei 1899 Hoffenheim unter die Räder. Dabei sah es nach der frühen Führung durch Torsten Frings gar nicht danach aus.

Frage: Herr Schaaf, nach den Siegen im DFB-Pokal und im Play-off-Hinspiel zur Champions League hat Werder Bremen beim 1:4 zum Saisonstart in Hoffenheim enttäuscht. Wie haben Sie die Leistung Ihrer Mannschaft gesehen?

Thomas Schaaf: Ich habe eine schwache Leistung gesehen. Wir haben drei Minuten gut gespielt und dann den Gegner gewähren lassen. Wenn man uns am Mittwoch gegen Genua gesehen hat, dann ist das schon enttäuschend.

Frage: Was genau lief schief?

Schaaf: Wir haben das Spiel trotz der guten Ausgangsposition nach der Führung aus den Händen gegeben. Das darf nicht passieren, aber genau das haben wir gemacht. Die Hoffenheimer konnte walten, wie sie wollten. In der ersten Hälfte haben wir uns in diese Dinge ergeben.

Frage: Ein denkbar ungünstiger Moment für eine Demontage, drei Tage vor dem Play-off-Rückspiel bei Sampdoria Genua. Wie arbeiten Sie die Niederlage nun auf?

Schaaf: Wir müssen das natürlich hinterfragen. Man muss sich einfach anders anstellen. Wir werden das Spiel analysieren, aber auch die gute Leistung vom vergangenen Mittwoch in die Analyse einfließen lassen - um dann am Dienstag hoffentlich wieder eine gute Leistung abzuliefern.

Frage: Werder hat nun bereits zum vierten Mal in Folge das erste Punktspiel nicht gewonnen. Ärgert Sie das besonders?

Schaaf: Die Gedanken sind schon da, dass man mal nicht von Beginn an hinten dran sein will und auch mal vom Start gut dabei sein möchte. Aber vielleicht sollten wir beantragen, erst mit dem zweiten Spiel loslegen zu müssen.

Frage: Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie noch Verstärkungen in der Abwehr brauchen. Sehen Sie das auch so?

Schaaf: Natürlich schauen wir, was machbar ist und was im Defensivbereich noch geht. Wir werden aber nur sinnvolle Dinge machen. Der Transfer von Wesley hat ja schon mal geklappt, das hat bereits gepasst.