Köln - Noch befinden sich die 18 Clubs intensiv in der Vorbereitung, es geht jedoch in die heiße Phase - der Bundesliga-Start steht vor der Tür! Am 14. August beginnt die 53. Bundesliga-Saison, mit zahlreichen Neuzugängen, welche die 18 Clubs entscheidend verbessern sollen.

Einige Transfers, die den Kader verstärken sollen, haben die Vereine bereits vollzogen. bundesliga.de stellt die entscheidenden Transfers vor und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Heute: Christoph Kramer von Bayer 04 Leverkusen.

Viele bedeutende Abgänge

Gleich drei Stammkräfte aus dem defensiven und zentralen Mittelfeld haben die Werkself verlassen. Neben Gonzalo Castro und Stefan Reinartz fällt vor allem der Weggang von Kapitän Simon Rolfes auf dieser Position ins Gewicht (zum Transferreport). Um das Saisonziel, weiter in den Spitzengruppe zu spielen, zu erreichen, braucht Bayer 04 also dringend einen neuen Staubsauger vor der Abwehr - und hat diesen in Christoph Kramer gefunden.

So verstärkt Kramer die Werkself

Simon Rolfes beendete im Sommer auf eigenen Wunsch seine Karriere. Da passt es perfekt, dass Christoph Kramer zu Saisonbeginn zurück zu Bayer kehrte, nachdem er vier Jahre ausgeliehen war. Von 2011 bis 2013 sammelte er in Bochum Zweitligaerfahrung, in Mönchengladbach wurde er dann sogar Nationalspieler und Weltmeister. Und die Weltmeisterschaft hat dem 24-Jährigen offensichtlich gut getan. Kramer ist wie Rolfes ein Leader-Typ und hat bei der WM ordentlich Selbstbewusstsein getankt.

© imago / Uwe Kraft

Die Leverkusener Defensive wird er auf jeden Fall bereichern, wenn er an seine Leistungen der Vorsaison anknüpft. Mit Kramer auf dem Platz kassierte Mönchengladbach 2014/15 in 30 Spielen nur 21 Gegentore! Insgesamt waren es in der Saison nur 26, während Leverkusen 37 Gegentore kassierte.

Kramers Spezialität: Laufstark und sehr gute Passquote

Kramer ist läuferisch noch stärker als Simon Rolfes, er legte 2014/15 im Schnitt 12,7 Kilometer pro Spiel zurück - das wurde nur von Freiburgs Darida übertroffen. Auch fußballerisch bringt Christoph Kramer etwas mehr mit als Simon Rolfes. Seine Fehlpassquote betrug vergangene Saison nur 14 Prozent, obwohl er auch Risikopässe nicht scheut – die von Rolfes 31 Prozent.

Tobias Anding und Helge Winter

Die Top-Transfers der Bundesligisten