Leverkusen - Javier "Chicharito" Hernandez konnte seine Freude darüber, dass er zwei Tore erzielt und beim spektakulären 4:4 von Bayer 04 Leverkusen gegen den AS Rom eine wichtige Rolle gespielt hatte, nur schwer verstecken.

Im exklusiven Interview äußerte sich der mexikanische Angreifer der Werkself über seine zwei Tore, die kämpferischen Qualitäten von Bayer 04 und das anstehende Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart.

bundesliga.de: Javier Hernandez, was für ein verrücktes Spiel. Was waren Ihre ersten Gedanken nach dem Schlusspfiff?

Hernandez: Wir wollten die drei Punkte. Nimmt man den Start, den wir hatten, könnte man das Ergebnis negativ bewerten. Aber entscheidend ist die Art und Weise, wie wir das Spiel nach dem 2:4-Rückstand mit zwei späten Tore und sogar der Chance auf den Sieg gedreht haben. So ist am Ende nur wichtig, dass Rom nicht die drei Punkte mitgenommen hat, denn so stehen wir hinter dem FC Barcelona auf Platz 2 der Gruppe.

"Wir haben nicht aufgehört zu kämpfen"

bundesliga.de: Hat Bayer Leverkusen einen Punkt gewonnen oder zwei verloren?

Hernandez: Einerseits ist es so, dass es sich nach dem Zwei-Tore-Rückstand wie ein gewonnener Punkt anfühlt. Andererseits waren wir auch zwei Tore im Vorsprung und haben zu Hause gespielt. Dadurch, dass wir spät ausgeglichen haben, fühlt es sich für uns ein bisschen besser an.

bundesliga.de: Erzählen Sie uns von den letzten Momenten des Spiels.

Hernandez: Es war sehr intensiv, aber wir sind glücklich. Ich bin froh, dass wir diese späten Tore geschossen haben. Viele Leute haben mit Sicherheit gedacht, dass das Spiel schon verloren sei, aber wir haben nicht aufgehört zu kämpfen und sind Gott sei Dank spät zurückgekommen.

bundesliga.de: Am Wochenende spielen Sie mit Leverkusen gegen den VfB Stuttgart. Wie sehen Sie dieses Spiel?

Hernandez: Es ist ein wichtiges Spiel. Wir werden jetzt die Partie gegen Rom abhaken und uns dann mit Stuttgart beschäftigen. Wir müssen auf die Dinge schauen, die wir gegen Rom gut gemacht haben, damit wir sie auch gegen den VfB machen können. Aber wir müssen uns auch steigern. Wir können es uns nicht leisten, eine solche Führung noch einmal herzugeben und so viele Gegentore zu kassieren. Manchmal ist Fußball allerdings so und deswegen liebe ich ihn.

bundesliga.de: In zwei Wochen steigt dann das Rückspiel in Rom. Muss Leverkusen dort drei Punkte holen?

Hernandez: Wir werden sehen. Jetzt denken wir über das Hinspiel nach, dann beginnen wir mit der Vorbereitung auf Stuttgart. Danach werden wir die Dinge so nehmen wie sie kommen.

Das Gespräch führte Daniel Thacker