Seit einer Woche läuft in Gladbach die Vorbereitung auf die Saison 2009/10. Im Trainingslager in Bad Blankenburg sprach Sportdirektor Max Eberl über den Stand der Dinge.

Frage: Herr Eberl, aktuell umfasst der Kader also 26 Spieler. Was wird sich noch tun?

Max Eberl: Voraussichtlich nicht mehr viel. Wir haben im Mai gesagt, dass wir mit einem Kreis von drei Torhütern und 22, 23 Feldspielern in die Saison gehen wollen, und bei diesem Stand sind wir jetzt. Es ist bekannt, dass Borussia noch einen offensiven Mittelfeldspieler verpflichten möchte und dabei fällt immer der Name Juan Arango, einem venezuelanischen Nationalspieler von Real Mallorca.

Frage: Wie ist da der Stand?

Eberl: Wir sind mit dem Spieler einig. Er ist ein international interessanter Mann, den auch andere Clubs in Europa auf dem Zettel haben, aber er möchte zu uns kommen. Es gibt von seiner Seite mit Real Mallorca allerdings noch ein paar Dinge zu klären. Ich hoffe, dass die Sache bald über die Bühne geht.

Frage: Über die Bühne ist der Wechsel von Marko Marin zu Werder Bremen. Und schon wird in den Medien spekuliert, was Borussia mit dem Geld anstellt, das Werder bezahlen muss.

Eberl: Ja, da wird die eine oder andere Milchmädchenrechnung aufgemacht. Wir sind froh, dass wir wirtschaftlich so gut aufgestellt sind, dass wir bei Bedarf jederzeit auf Entwicklungen reagieren können, so wie es der Verein im Winter getan hat. Die Transfers von Bailly, Dante, Stalteri und Galasek waren für den Klassenerhalt sehr, sehr wichtig. Sie waren eigentlich nicht geplant, aber sie wurden durch den Saisonverlauf notwendig und deshalb hat man sich zu diesem Kraftakt entschlossen. Dass der Club sich in den letzten Jahren diese Handlungsfähigkeit erarbeitet hat, ist ein großes Plus.

Frage: Dante, Bailly, Bobadilla, Meeuwis, eventuell noch Arango - das sind fünf für Borussias Verhältnisse große und mutige Transfers innerhalb von sechs Monaten.

Eberl: Stimmt, und wir haben dadurch richtig Qualität bekommen. Ich glaube, dass wir inzwischen einige Jungs dabei haben, die für die Zukunft sehr, sehr interessant sind. Borussia wird es nicht bereuen, in sie investiert zu haben. Ich nehme als Beispiel mal Michael Bradley, den wir letztes Jahr aus Heerenveen geholt haben. Er steht mit dem US-Ream im Finale des Confed-Cups. Michael ist 21, Stammspieler und Leistungsträger in der Nationalmannschaft. Es ist doch klar, dass da auch andere Clubs interessiert hinschauen. Ich bin sicher: Wir werden noch viel Spaß an unserer Mannschaft haben.