Auch wenn der FC Schalke 04 beim ersten Rückrundenspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) als Favorit in die Partie geht, warnt Chef-Trainer Felix Magath davor, die Franken zu unterschätzen.

"Durch neue Spieler und den Trainerwechsel hat die Mannschaft einen neuen Impuls bekommen und wird sicherlich gegen den Abstieg kämpfen", so Magath.

Kluge gegen Ex-Club dabei

Die Franken bestreiten ihr erstes Pflichtspiel unter Dieter Hecking. Der neue Chef-Trainer hatte Michael Oenning abgelöst und fordert von seiner Mannschaft, auf Schalke "selbstbewusst und frech" aufzutreten.

Fehlen wird ihnen dabei Mittelfeldspieler Peer Kluge, der vor knapp zwei Wochen vom "Club" nach Schalke wechselte und am Sonntag seine Premiere in "Königsblau" feiern wird. "Falls er sich nicht vorher verletzt, wird er am Sonntag definitiv spielen", verriet Felix Magath am Freitag. "Peer ist in der Bundesliga zuhause und kennt den Gegner aus ganz eigener Erfahrung."

Personell wird es bei S04 Veränderungen geben. Kluge ist, wie erwähnt, gesetzt, dafür müssen die "Knappen" eventuell auf Neuzugang Alexander Baumjohann verzichten. Der 22-Jährige hatte sich beim Training am Mittwoch einen Finger gebrochen und wurde einen Tag später operiert.

"Es wäre gut, etwas mitzunehmen"

Für Hecking ist das erste Pflichtspiel als Trainer beim neunmaligen Deutschen Meister Nürnberg "schon etwas Besonderes. Da ist der Pulsschlag etwas höher." Seine Mannschaft schickt er mit einer klaren Marschroute auf den Platz: "Wir wollen nicht abwarten. Ich weiß, dass es eine schwere Aufgabe ist. Aber es wäre gut, etwas mitzunehmen."

Hecking muss auf Mittelfeldspieler Mike Frantz (Muskelfaserriss) und Juri Judt (Sperre) verzichten. Kapitän Raphael Schäfer kehrt dagegen nach seiner Rot-Sperre ins Tor der Franken zurück. Erstmals werden für den 1. FCN in der Bundesliga die beiden Münchner Leihgaben Breno und Andreas Ottl im Einsatz sein.

Hecking warnte aber bereits vor zu hohen Erwartungen, insbesondere bei Ottl, der im zentralen defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgen soll. Man könne nicht alles auf Ottl abschieben, "es sind alle gefordert", sagte Hecking. Bei beiden sei die Integration "noch nicht ganz abgeschlossen. Es muss trotzdem am Sonntag funktionieren, wir haben keine Zeit."