Zusammenfassung

  • Mit Jhon Cordoba verpflichtet der 1. FC Köln einen weiteren robusten Stürmer.
  • Die Verhandlungen über einen Wechsel von Anthony Modeste haben die "Geißböcke" abgebrochen.
  • In der Offensive sind die Kölner nun hochkarätig besetzt.

Köln - Ein turbulenter Mitttwoch liegt hinter dem 1. FC Köln: Was andernorts als "Bergfest" der Arbeitswoche begangen wird, entwickelte sich rund um das Geißbockheim zu einem betriebsamen Wirken. Zunächst beendeten die Geißböcke öffentlichkeitswirksam die Verhandlungen über einen Abgang von Anthony Modeste Richtung China, kurz darauf machten sie die Verpflichtung des Mainzer Angreifers Jhon Cordoba perfekt.

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"Der 1. FC Köln ist nach einer schönen Zeit in Mainz für mich genau der richtige nächste Schritt. Die Verantwortlichen des FC haben sich sehr um mich bemüht und ich wollte die Möglichkeit, bei einem der großen deutschen Traditionsvereine in der Bundesliga und in der Europa League zu spielen, unbedingt nutzen", sagte der 24-jährige Kolumbianer anlässlich seiner Präsentation.

Cordoba mit Erfahrung und Entwicklungspotenzial

Dass ein Wechsel nach Köln für einen etablierten Bundesliga-Stürmer wie Cordoba den nächsten Schritt darstellt, ist ein Ritterschlag für die äußerst positive Entwicklung am Rhein. Nach 25 Jahren hatte sich der FC erstmals wieder für das internationale Geschäft qualifiziert – und rüstet dafür die "Abteilung Attacke" auf: Cordoba soll sich mit seiner physischen Präsenz und seinem unbändigen Einsatzwillen im Angriff als weitere Option für die Kölner Offensive erweisen.

"Jhon ist ein Zentrumsstürmer mit Tempo, Robustheit und Zug zum Tor. Er hat für sein Alter schon viel Erfahrung gesammelt, darüber hinaus sehen wir in ihm noch großes Entwicklungspotenzial", sagt FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke über den Neuzugang, der in der abgelaufenen Spielzeit zu den zweikampffreudigsten Spielern der Bundesliga zählte.

Modeste bleibt beim 1. FC Köln

Dass der Kolumbianer nicht ausschließlich als Ersatz für den abwanderungswilligen Kölner Top-Torjäger Anthony Modeste gedacht ist, sondern auch zusammen mit dem französischen Angreifer agieren könnte, hatten die Verantwortlichen am Geißbockheim schon wenige Stunden zuvor unterstrichen.

Mit der Verkündung, die Verhandlungen über einen möglichen Transfer des 25-Tore-Stürmers zu Tianjin Quanjian abgebrochen zu haben, sorgten die Rheinländer für einen Paukenschlag. Die beteiligten Parteien hatten sich nicht einigen können, so teilte der FC mit, darüber hinaus war zwischen den Clubs keine den Verbandsstatuten entsprechende Einigung möglich.

Video: Cordobas Weg in die Bundesliga

Eine Offensive, bestehend aus Modeste, Cordoba und dem in der vergangenen Saison starken Yuya Osako, könnte den "Geißböcken" um Chefcoach Peter Stöger also in der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen. Auch die zuletzt verletzten Marcel Risse und Sehrou Guirassy erhöhen die Flexibilität der Kölner im Spiel nach vorne enorm.

Seriös, unaufgeregt und offensiv

Es scheint, als wolle der FC den Aufschwung nutzen und sich in zuvor ungeahnten Tabellenregionen eine Heimat schaffen. Zu seriös und unaufgeregt soll nun dank der Transferpolitik von Jörg Schmadtke offensichtlich ein weiteres Attribut hinzukommen: Offensiv. Auch das ist das Endergebnis eines turbulenten Mittwochs am Geißbockheim.

Thomas Reinscheid

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