Nein, versicherte Dieter Hecking, das Spiel des 1. FC Nürnberg gegen den SC Freiburg am kommenden Samstag sei "kein Endspiel".

Tatsächlich bleiben dem "Club" danach drei weitere Partien, um den direkten Abstieg aus der Bundesliga zu verhindern - es wäre der achte.

Doch nach dem 0:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg in einer Begegnung, die der überlegene, aber auch naive Aufsteiger nie und nimmer hätte verlieren dürfen, ist die Lage wieder etwas bedrohlicher geworden für Trainer Hecking und seine Mannschaft.

"...da werden wir die Punkte holen"

Nur noch ein Punkt trennt den 1. FC Nürnberg von Hannover 96 auf dem Relegationsplatz - drei sind es zum SC Freiburg einen Rang dahinter. "Wir müssen die restlichen vier Spiele in der Gesamtheit betrachten. Es kommen jetzt noch vier Spiele, und da werden wir die Punkte holen", sagte Hecking so unaufgeregt wie nur eben möglich in einer solch angespannten Situation.

Vier Spiele also noch: erst in Freiburg, dann gegen Borussia Dortmund, dann beim Hamburger SV, und am letzten Spieltag daheim gegen den 1. FC Köln.

Nürnberg drückt, Wolfsburg trifft

Gegen den VfL Wolfsburg hätte sich der 1. FC Nürnberg etwas Luft verschaffen können, sogar müssen. Vor allem in den 20 Minuten nach der Pause, als der "Club" im heimischen easyCredit-Stadion allein zehn Mal auf das Tor der "Wölfe" schoss und die "Wölfe" nicht ein einizges Mal auf das des "Club", war der Führungstreffer überfällig.

Er fiel dann in der 21. Minute nach der Pause - für die Gäste: Edin Dzeko traf nach einem Konter bereits zum 19. Mal in dieser Saison (66.), Grafite folgte mit Saisontreffer Nummer zehn (78.).

"Tor war wie zugenagelt"

"Nürnberg war die bessere Mannschaft, aber wir haben die Tore gemacht, und das zählt", fasste Bundesliga-Toptorjäger Dzeko lapidar das Spiel zusammen. Der "Club" dagegen haderte, vor allem mit seinem Unvermögen beim Torabschluss. "Es gibt Tage, da kannst du zwei Mal 90 Minuten spielen, ohne das Tor zu treffen. Es wäre wichtig gewesen, zu punkten. Aber das Tor war wie zugenagelt", klagte Abwehrspieler Maroh.

Trainer Hecking bemängelte freilich auch: "Wolfsburg hat uns gezeigt, wie man clever spielt." Abwarten, dann eiskalt kontern.