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"Überrascht mich nicht" - Christopher Nkunku glänzt für RB Leipzig

6:0 gegen Hertha BSC - RB Leipzig zeigte gegen die Berliner eine beeindruckende Teamleistung. Einer stach aber noch heraus: Christopher Nkunku. Der Offensivmann erzielte zwei Tore selbst und bereitete ein weiteres vor. Für bundesliga.de ist der Franzose der Mann des Spieltags. Von seiner eigenen Leistung ist er übrigens nicht überrascht.

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Es hat ein wenig gedauert, bis der Knoten bei Christopher Nkunku geplatzt ist. An den ersten fünf Bundesliga-Spieltagen war der Offensivmann in Diensten von RB Leipzig noch ohne Torbeteiligung geblieben. Dafür zeigte er bei der 3:6-Niederlage in der Champions League gegen Manchester City sein Können und erzielte alle drei Leipziger Tore. Jetzt war es auch endlich in der Bundesliga soweit. Beim klaren 6:0-Erfolg gegen Hertha BSC traf Nkunku doppelt und bereitete einen weiteren Treffer vor. Zudem entstand der Elfmeter zum 4:0 auch noch durch ein Foul am Franzosen. Eine in allen Belangen überragende Leistung.

Der 23-Jährige wirkte nach dem Spiel recht unbeeindruckt von seiner eigenen Performance. Er sagte: "Es überrascht mich nicht, dass es bei mir vor dem Tor zur Zeit so gut läuft." Und die Begründung für diese selbstbewusste Aussage lieferte er gleich mit: "Weil es harte Arbeit ist. Schließlich tue ich auch sehr viel dafür." Das gelte allerdings nicht nur für ihn persönlich, sondern für das gesamte Team. "Auch die Jungs arbeiten wirklich sehr hart", betonte Nkunku.

Der klare Sieg darf durchaus als Belohnung für diese harte Arbeit gelten. Denn der Saisonstart der Leipziger ist alles andere als gelungen. Der Erfolg gegen Hertha war erst der zweite Sieg im sechsten Spiel, drei Partien gingen sogar verloren. Und so fungiert der amtierende Vizemeister RBL vorerst in der Rolle des Jägers der anderen Top-Teams, die bereits zwischen fünf und neun Zählern mehr gesammelt haben als die Elf von Trainer Jesse Marsch.

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Der US-Amerikaner zeigte sich nach dem 6:0-Sieg erleichtert, aber auch überzeugt von seinem Weg. Er bekannte: "Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt und bin optimistisch geblieben. Aber es ist auch leicht, optimistisch zu bleiben, wenn man so viel Qualität in einer Mannschaft hat. Es lief zwar zu Beginn der Saison nicht optimal, aber wir haben einfach immer weitergearbeitet."

Nkunku trifft zweimal sehenswert

Und nun erntete Leipzig die Früchte dieser Arbeit. Vor allem auch dank Nkunku, der gegen Hertha BSC besonders glänzte. Schon sein erstes Tor zum 1:0 war sehenswert. Nach feinem Steckpass von Lukas Klostermann überwand er Hertha-Torwart Alexander Schwolow mit einem technisch anspruchsvollen Heber. Noch anspruchsvoller war allerdings sein zweiter Treffer zum 5:0. Aus knapp 20 Metern Torentfernung verwandelte Nkunku einen Freistoß direkt, Schwolow hatte erneut nur das Nachsehen.

Nun, da der Knoten geplatzt ist, möchte Nkunku am liebsten direkt nachlegen. In der Champions League hat er das bereits getan und traf auch bei der 1:2-Niederlage gegen Brügge. In Bundesliga bietet sich die nächste Möglichkeit am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen den VfL Bochum.