Alles fing im Garten hinterm Haus an. Der Vater von Caio César Alves dos Santos zimmerte seinem fußballbegeisterten Sohn ein Tor aus Holzlatten und -brettern. Tagtäglich übte der Junge, der heute unter dem Namen Caio bekannt ist, mit seinem Bruder.

Es waren die ersten Schritte zu einer großen Karriere. In der Jugend fand Caio mit Gremio Recreativo Barueri seinen ersten Verein. Der Club hatte schnell einen Narren am Ballzauberer gefressen. Auf keinen Fall wollte man Caio einfach so ziehen lassen.

Schwieriger Einstand

Und so wurde er immer nur ausgeliehen: an den Guarani FC, Sport Club Internacional und SE Palmeiras. Bei letztgenanntem Club trat Caio 2007 gegen den Ball. Und dort wurden auch ausländische Teams auf den Spielgestalter aufmerksam.

So wie Eintracht Frankfurt. Die Hessen fackelten nicht lange und holten Caio noch vor Rückrundenstart der Saison 2007/08 in die Mainmetropole. Aller Anfang in der Bundesliga war jedoch nicht leicht. Caio erging es wie so vielen Südamerikanern, die nach Deutschland kommen. Er hatte Probleme, sich an das Wetter zu gewöhnen und kämpfte mit der Sprachbarriere.

Lob vom Coach

Hinzu kam, dass Caio zu Beginn mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hatte und nach seinem ersten Heimatbesuch mit Übergewicht zurück zur Eintracht kam. Schnell übten die regionalen Gazetten heftige Kritik am teuersten Einkauf der Frankfurter Teamgeschichte.

Doch das Supertalent fing sich und fing an zu zaubern. Mittlerweile ist Caio nicht mehr aus dem Frankfurter Spiel wegzudenken. "Caio ist ein richtig guter Fußballer und ein Spieler mit einem großem Potential", erklärte sein Trainer Michael Skibbe gegenüber bundesliga.de.

Rückkehr ausgeschlossen

Und auch Caio kann sich eine Rückkehr nach Brasilien aus beruflichen Gründen nicht vorstellen. "In Deutschland gibt es sehr viele gute Spieler, das Niveau ist sehr hoch", sagte er. "Nicht, dass ich die Brasilianer schlecht machen will, aber in der Bundesliga spielen viele Nationalspieler. Und der europäische Fußball steht sehr im Fokus, dort wird man registriert. Auch deswegen spiele ich lieber hier. In Europa zu spielen, ist sehr angesagt."

Diese Worte hört man in Frankfurt mit Wohlwollen. Man freut sich einfach auf viele weitere Jahre mit brasilianischem Flair am Main.

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