Zusammenfassung

  • Der Niederländer überzeugt die BVB-Spieler mit seiner ruhigen Art

  • Götze und Co. zahlen das Vertrauen mit starken Leistungen zurück

  • Langfristig will Bosz den BVB wieder zum Bayern-Jäger Nummer 1 formen

Köln - Neue Saison, neue Gesichter: Trainer Peter Bosz hat Borussia Dortmund umgekrempelt - mit Erfolg. Die Spieler haben die Spielidee ihres niederländisches Coaches verinnerlicht und feiern erste Erfolge.

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Es war Ende Juli, da stand Peter Bosz umrahmt vom massiven Schweizer Bergpanorama wild gestikulierend auf dem Trainingsplatz. Der Niederländer musste viel erklären und zeigte seinen Spielern genau an, wo sie zu stehen haben oder wohin sie laufen müssen. Denn die Umstellung auf das von ihm favorisierte 4-3-3-System bereitete den Borussen zu diesem Zeitpunkt noch Probleme.

"Wir sind noch in einer Anpassungsphase der neuen Philosophie des Trainers. Da ist klar, dass wir noch nicht hundertprozentig eingespielt sind", sagte Torwart Roman Bürki im Trainingslager in Bad Ragaz: "Er ändert schon viel." Mehr als drei Wochen später scheint die Mannschaft die Ideen seines neuen Übungsleiters verinnerlicht zu haben. Das 3:0 beim VfL Wolfsburg war eine Demonstration des Könnens.

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Zurück zum Bayern-Jäger Nr. 1

"Mit diesem Spiel und diesem Ergebnis kann ich natürlich nur zufrieden sein. Insgesamt war es eine sehr gute Teamleistung", frohlockte Peter Bosz, der mit seiner sympathischen, ruhigen Art bei den Spielern ankommt. Auch der lange erkrankte Weltmeister Mario Götze scheint unter dem neuen Coach aufzublühen.

Er ist der erste Niederländer, der seit der Trennung von Bert van Marwijk im Dezember 2006 den BVB trainiert. Bosz wechselte von Europa-League-Finalist Ajax Amsterdam in den "Pott" und unterschrieb einen Vertrag bis 2019. Das Ziel ist klar: Der Club soll wieder Bayern-Jäger Nummer eins werden. 18 Punkte Rückstand waren es in der abgelaufenen Saison, RB Leipzig schob sich gar vor die Dortmunder auf Rang zwei. 

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Im Supercup bereitete der BVB dem Rekordmeister damit schon Schwierigkeiten. Das 1:0 für Dortmund entstand etwa nach einer Balleroberung von Christian Pulisic, der Javier Martinez in Strafraumnähe angelaufen hatte. Am Ende verlor die Borussia das Spiel zwar im Elfmeterschießen, doch die Mannschaft zeigte trotzdem, dass sie die Vorgaben des 53-jährigen Coaches verinnerlicht hat.

Die Fans dürfen sich freuen, denn der Bosz-Fußball verspricht attraktiv zu werden. "Ich hoffe, dass wir näher an die Bayern heranrücken können", sagte Roman Bürki im Trainingslager. Und US-Shootingstar Christian Pulisic ergänzte durchaus mutig: "Wir haben eine große Chance, die Liga zu gewinnen." In der aktuellen Verfassung ist das gewiss kein abwegiges Ziel - Peter Bosz sei Dank.