München - Dortmund jagt weiter Hamburgs Uralt-Rekord an ungeschlagengen Spielen, Hoffenheims Schröck erlebt ein rabenschwarzes Debüt - und vier Spieler fliegen vom Platz. Die Splitter zum Spieltag.

TORE: Am zweiten Spieltag fielen 24 Tore, was einem Schnitt von 2,66 Treffern pro Spiel entspricht. Der Frankurter Alexander Meier, der Hannoveraner Artur Sobiech und der Münchner Thomas Müller waren doppelt erfolgreich. Mit drei Treffern führt letzterer die Torjägerliste alleine an. Den zweiten Platz teilen sich sechs Spieler: Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04), Dani Schahin (Fortuna Düsseldorf), Artur Sobiech (Hannover 96), Mario Mandzukic (Bayern München), Martin Lanig und Alexander Meier (beide Eintracht Frankfurt).

ZUSCHAUER: Zum zweiten Spieltag strömten 364.654 Zuschauer in die Stadien - im Schnitt 40.517. Ausverkauft waren die Arenen in Bremen (42.100 gegen Hamburg), Nürnberg (50.000 gegen Dortmund) und München (71.000 gegen Stuttgart). Die Gesamtzuschauerzahl stieg auf 741.699 (Schnitt: 41.206).

PLATZVERWEIS: Die ersten drei Gelb-Roten Karten wurden verteilt: Sejad Salihovic, Stephan Schröck (beide Hoffenheim) und Robin Knoche (Wolfsburg) sahen wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte. Der Hoffenheimer Schröck war der 18. Spieler in der Bundesliga-Historie, der gleich bei seinem Erstligadebüt vom Platz flog - zuletzt passierte das Kaiserslauterns Ariel Borysiuk im Februar 2012. Der Stuttgarter Vedad Ibisevic war der erste Rotsünder in dieser Saison. Er wurde von Schiedsrichter Kinhöfer in der 74. Minute nach einer Tätlichkeit vorzeitig in die Kabine geschickt. In der vergangenen Saison wurden insgesamt 58 Platzverweise ausgesprochen (36 Rote-Karten, 22 Gelb-Rote Karten).

ELFMETER: Am 2. Spieltag zeigten die Schiedsrichter drei Mal auf den Punkt. Aaron Hunt scheiterte im ersten Versuch an Rene Adler, sein erster abgewehrter Elfmeter seit März 2007, machte es später aber besser und brachte Werder Bremen in Führung. Der Bremer ist der erst Bundesliga-Spieler seit mehr als sechs Jahren, der trotz eines verschossenen Elfmeters noch ein zweites Mal antrat - vor ihm war Francisco Copado der letzte derartig mutige Akteur. Der Frankfurter Alexander Meier dagegen nutzte seinen einzigen Versuch und bezwang Tim Wiese aus elf Metern.

REKORDJAGD: Der deutsche Meister Borussia Dortmund hat durch das Remis beim 1. FC Nürnberg (1:1) seine Rekordjagd fortgesetzt. Noch sechs Spiele ohne Niederlage trennen die Westfalen von der Einstellung der fast 30 Jahre alten Bestmarke des Hamburger SV, der in der Zeit vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 saisonübergreifend in 36 Begegnungen unbesiegt geblieben war. Der BVB ist derzeit 30 Begegnungen ohne Niederlage, die letzte resultiert vom 18. September 2011, als die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp mit 1:2 bei Hannover 96 unterlag. 28 Spiele in der vergangenen Spielzeit ohne Niederlage bedeuteten bereits Bundesliga-Rekord innerhalb einer Saison.

SERIEN: Nach zuvor elf sieglosen Pflichtspielen in Serie gewann Werder endlich wieder. Es war der erste Werder-Sieg seit dem 11. März (3:0 gegen Hannover). Der HSV dagegen verlor die ersten drei Pflichtspiele der Saison allesamt - einen derartigen Fehlstart hatte es beim HSV zuletzt vor 40 Jahren in der Saison 1972/73 gegeben. So gut wie in diese Bundesliga-Saison startete der FCN zuletzt vor sechs Jahren - 2006/07 hatten die Franken sogar sechs Punkte nach zwei Spielen. Der VfB Stuttgart konnte nur eines der letzten 13 Gastspiele in München für sich entscheiden. Einen historischen Fehlstart legte 1899 Hoffenheim hin: Erstmals starteten die Kraichgauer mit zwei Niederlagen in eine Bundesliga-Saison. Inklusive der Pokal-Blamage beim Berliner AK haben die Hoffenheimer saisonübergreifend sogar sechs Pflichtspiele in Folge verloren. Die TSG kassierte sogar die höchste Heimniederlage ihrer Bundesliga-Geschichte.


TORSTATISTIK: In den ersten 18 Bundesliga-Spielen unter Christian Streich kassierte Freiburg nur ein Kopfballgegentor - in Leverkusen dann gleich zwei. Der 1. FC Nürnberg gab in der 31. Minute seinen ersten Torschuss ab, der führte dann gleich zum 1:0 gegen den Meister. Auch Klaas-Jan Huntelaar war mit seinem ersten Torschuss der Partie erfolgreich - er traf in allen drei Spielen gegen den FC Augsburg je ein Mal. Zum ersten Mal überhaupt ist Düsseldorf nach zwei Spieltagen einer Bundesliga-Saison noch ohne Gegentor.

JUBILÄEN: Daniel Schwaab saß gegen seinen Ex-Verein SC Freiburg nur auf der Bank, kam dann als Einwechselspieler aber doch noch zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für Leverkusen. Auch Robert Tesche wurde bei seinem 100. Bundesliga-Spiel eingewechselt, verlor mit dem HSV jedoch das Nordderby in Bremen.