Köln - Manuel Neuer hat beste Chancen am 12. Januar als erster Bundesliga-Profi zum Weltfußballer des Jahres gewählt zu werden. Die Geschichte der Profis aus deutschen Vereinen ist bei der Wahl noch nicht sehr reich an Höhepunkten.

Der bislang einzige deutsche Weltfußballer, Lothar Matthäus, spielte bei seiner Wahl 1991 bei Inter Mailand. In der Folge waren besonders Spieler aus der italienischen und spanischen Liga bei der Wahl erfolgreich. Am nächsten dran war 2002 Oliver Kahn. Der damalige Torhüter des FC Bayern München ist bislang der einzige Bundesliga-Spieler, der auf Platz zwei gewählt wurde.

Jürgen Klinsmann wurde Dritter

Außer Kahn war Jürgen Klinsmann im Jahr 1995 unter den Top Drei der Nominierten. Der Angreifer spielte in der Saison 1995/96 beim FC Bayern, die erste Hälfte des Jahres 1995 war der Schwabe noch für Inter Mailand auf Torejagd gegangen.

In der jüngeren Geschichte wurden zwar immer wieder Bundesliga-Spieler für die Wahl nominiert. Zur Gala, zu der die besten Drei der Vorauswahl eingeladen werden, schaffte es aber erst 2013 mit Franck Ribéry wieder ein Spieler aus der deutschen Eliteliga. In diesem Jahr waren sieben Bundesliga-Profis nominiert. Unter ihnen auch Manuel Neuer und als einziger Nicht-FCB-Spieler Robert Lewandowski, der damals noch für Borussia Dortmund auflief.

Übersicht: Bundesliga-Stars unter den letzten drei der Weltfußballer-Wahl

Jahr

Sieger

Zweiter

Dritter

1995

George Weah
(PSG)

Paolo Maldini
(AC Mailand)

J. Klinsmann
(FC Bayern)

2002

Ronaldo
(Real Madrid)

Oliver Kahn
(FC Bayern)

Zinedine Zidane
(Real Madrid)

2013

C. Ronaldo
(Real Madrid)

Lionel Messi
(FC Barcelona)

Franck Ribery
(FC Bayern)

Bundesliga holt kräftig auf

In den vergangenen Jahren hat die Bundesliga in der Zahl der Nominierten kräftig aufgeholt. Manuel Neuer, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm tauchten seit 2010 immer wieder in der Liste der Kandidaten auf. Aber: Seit 2009 gewannen mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi immer Spieler aus der spanischen Primera Division.

Diese Dominanz könnte dieses Jahr jedoch durchbrochen werden. Fünf deutsche Weltmeister aus der Bundesliga gehörten zum erweiterten Kandidaten-Kreis. Manuel Neuer ist zum dritten Mal nominiert und hat es nun auch unter die Top Drei geschafft. Seine Konkurrenten sind wieder Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Messi gilt dieses Jahr jedoch als Außenseiter. Das Jahr 2014 war für den Argentinier nicht sehr erfolgreich. Im WM-Finale scheiterte er an Deutschland und Manuel Neuer. Den Titel in der Champions League holte Real Madrid mit Cristiano Ronaldo. Zwischen ihm und Neuer wird sich die Wahl wohl entscheiden. Die Chance, den ersten Weltfußballer-Titel eines Bundesliga-Spielers zu bekommen, ist für #SUPERMANU greifbar nahe.