Die Bundesliga wird Partner der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Im Rahmen der Kooperation wird der Profi-Fußball die Eliten im Spitzensport fördern. Im Interview spricht DFL-Geschäftsführer Tom Bender über die Zusammenarbeit.

bundesliga.de: Herr Bender, Sie haben in Peking die Zusammenarbeit der DFL mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe verkündet. Worum geht es dabei?

Tom Bender: Die Bundesliga ist sich darüber im Klaren, dass sie eine privilegierte wirtschaftliche Rolle im deutschen Sport innehat. Wir haben deshalb umso größeren Respekt vor den Leistungen von Spitzensportlern, die mit deutlich bescheideneren Mitteln zum Erfolg kommen müssen. Die Bundesliga hat sich immer für die Solidarität im Sport, in diesem Fall für die Solidarität unter Spitzensportlern eingesetzt. Die Zusammenarbeit steht unter dem Motto "Sportler für Sportler". Daher wollen wir versuchen, Anerkennung und Aufmerksamkeit auch auf andere Sportarten zu lenken. Die Partnerschaft mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe ist optimal geeignet, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Mit diesem Engagement und mit dieser Kooperation übernimmt der deutsche Profifußball einmal mehr Verantwortung für gesellschaftliche Aufgaben in unserem Land.

bundesliga.de: Warum fiel Ihre Wahl auf die Stiftung Deutsche Sporthilfe?

Bender: Die Sporthilfe ist eine unverzichtbare Institution für den Nachwuchs- und Spitzensport. Seit 1967 wurden mehr als 40.000 Sportlerinnen und Sportler mit unglaublichen 350 Millionen Euro unterstützt. Geldern, die oft mühsam bei Spendern eingesammelt werden mussten. Außerdem hat die Förderung der Sportelite eine sehr positive Auswirkung auf den Breitensport, wie man am Beispiel erfolgreicher Nationalmannschaften und Athleten in verschiedenen Sportarten sehen kann. Durch die Partnerschaft der DFL mit der Deutschen Sporthilfe werden zwei Institutionen zusammengeführt, die seit über vier Jahrzehnten für professionellen, erfolgreichen Spitzensport in Deutschland stehen.

bundesliga.de: In welcher Form werden Sie die Stiftung Deutsche Sporthilfe unterstützen?

Bender: Die Partnerschaft hat den inhaltlichen Schwerpunkt der Eliteförderung. Die DFL wird die Sporthilfe sowohl durch monetäre wie auch durch Kommunikationsleistungen und Know-How-Transfer unterstützen. Wir werden insbesondere die hohe Markenbekanntheit und die mediale Präsenz der Bundesliga nutzen, um in der Öffentlichkeit ein stärkeres Bewusstsein für die Leistungen der Sportler und die Arbeit der Deutschen Sporthilfe zu erreichen. Da haben wir es im Fußball bei 33 Millionen Fußball-Interessierten und über 17 Millionen Stadionbesuchern in der vergangenen Saison einfach leichter.