Köln - Die Bundesliga genießt nicht zuletzt wegen der begeisternden Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2010 hohes Ansehen im Gastgeberland Südafrika. Eine hochrangige Delegation der südafrikanischen Profiliga Premier Soccer League (PSL) gastierte jetzt auf Einladung der DFL Deutsche Fußball Liga zu einem zweitägigen Besuch am 4./5. Oktober in Frankfurt und Köln.

In Köln begrüßte Michael Meier, Geschäftsführer des 1. FC Köln, die Südafrikaner um ihren PSL-Vorsitzenden, Dr. Irvin Khoza. Am Beispiel des Nachwuchs-Leistungszentrums des 1. FC Köln erhielt die Delegation einen Einblick in die professionelle Jugendarbeit in der Bundesliga.

83 Millionen für den Nachwuchs

"Drei Millionen Euro investieren wir pro Saison in unsere Nachwuchsarbeit", sagte Christoph Henkel, Geschäftsführer der FC-Nachwuchsabteilung. "Etwa 83 Millionen Euro haben die Clubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga allein in der Saison 2009/10 in ihre Jugendarbeit investiert", ergänzte Andreas Nagel, Direktor Spielbetrieb der DFL.

Kölns Eigengewächs Stephan Salger (20), der in dieser Spielzeit schon zwei Mal in der Bundesliga zum Einsatz kam, stand den Delegierten für zusätzliche Fragen zur Verfügung: "Die Strukturen hier beim 1. FC Köln sind für einen jungen Spieler, der gleichzeitig noch zur Schule geht, praktisch einzigartig."

Besuch der Abteilung SportsLab

"Wir sind sehr beeindruckt, wie professionell und intensiv sich die Bundesliga um ihre eigenen Nachwuchsspieler kümmert. Und sie dadurch leichter im eigenen Verein und in der Bundesliga halten kann. Das muss auch ein Ziel für die südafrikanischen Clubs sein, damit", sagte Dr. Khoza, der die Bundesliga auf dem Weg zur besten Liga der Welt sieht.

Nach einem gemeinsamen Essen und einem Rundgang durch das Leistungszentrum am Kölner Geißbockheim stand für die Abordnung noch ein besonderer Höhepunkt auf dem Tagesplan: ein Besuch der Abteilung SportsLab. Abteilungsleiter Boris Notzon führte den Gästen die hochmodernen Möglichkeiten des Video-Scoutings und der Video-Analysen beim 1. FC Köln vor. Abgerundet wurde der Besuch in Köln mit einem Vortrag bei der DFL-Tochter Sportcast, die die Produktion des TV-Basissignals aller Spieler der Bundesliga und 2. Bundesliga verantwortet.