Augburg - Neven Subotic gibt sich nach dem Auswärtssieg selbstkritisch. Jürgen Klopp trauert vergebenen Chancen nach – und FCA-Trainer Markus Weinzierl ist nur mit den letzten 20 Minuten zufrieden. Die Stimmen zum Spiel Augsburg-Dortmund.

Neven Subotic (Borussia Dortmund): Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Am Ende wurde es noch mal richtig knapp. Wegen der letzten zehn Minuten müssen wir uns eigentlich noch ohrfeigen. Hätten wir das Spiel verloren, wäre es eine halbe Katastrophe gewesen.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): Wir haben ein gutes Spiel gemacht, wir waren klar überlegen. Wir haben die richtigen Räume zugestellt, richtig attackiert, selbstbewusst Fußball gespielt im richtigen Moment die Tore geschossen. Dann haben wir vergessen, den Sack zuzumachen. Wir haben sensationelle Chancen herausgespielt. Das vierte Tor war möglich. Doch dann haben wir zwei Tore kassiert, die man nicht bekommen muss. Wir waren nicht konzentriert bei der Einteilung. Wir sind am Anfang der Saison: Fußball ist leider nicht wie Radfahren. Das Radfahren verlernt man nicht, Fußball zwar auch nicht komplett, aber die ganz genauen Abläufe müssen immer wieder eingefordert werden.

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): Wir haben die Gegentore zu billig bekommen. Beim ersten Gegentreffer waren wir in der Vorwärtsbewegung und verlieren zu einfach den Ball. Das zweite Tor kassieren wir nach einer Standardsituation. Als am Ende noch das 0:3 fällt, war das Spiel eigentlich durch. Doch dann muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat sich wieder ins Spiel gefightet und ist noch einmal zurückgekommen. Auf die letzten 20 Minuten können wir aufbauen, insgesamt war der Dortmunder Sieg aber in Ordnung.

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): Wir haben bis zur 70. Minute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Insgesamt sind wir glücklich, dass wir die drei Punkte geholt und die richtige Antwort auf das Leverkusen-Spiel gegeben haben. Wir müssen uns sicher noch weiter steigern, aber wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und besseren Fußball gespielt als vor einer Woche. Am Ende müssen wir gegen Augsburg ein viertes und fünftes Tor machen. Der ein oder andere Spieler konnte Spielpraxis sammeln. Wir sind ganz gut gerüstet für die nächsten Wochen.

Marco Reus (Borussia Dortmund): Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut agiert, haben genau das gemacht, was der Trainer uns vorgegeben hat. In der zweiten Halbzeit haben wir unerklärlicherweise den Faden verloren, lassen Augsburg ins Spiel kommen. Wenn wir ein oder zwei Prozent nachlassen, wird es sofort bestraft. Das muss uns eine Lehre sein. Es freut mich, dass wir gewonnen haben und ich dazu beitragen konnte. Wir haben jedoch noch viel aufzuarbeiten, das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen.

Raul Bobadilla (FC Augsburg): Ich bin ein bisschen traurig und enttäuscht. In der ersten Halbzeit war Dortmund viel besser als wir. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, leider hat es am Ende nicht gereicht.

Tobias Werner (FC Augsburg): Wir haben nicht schlecht angefangen und waren gut im Spiel, dann hat uns der Doppelschlag allerdings komplett aus der Bahn geworfen. Trotzdem haben wir gerade in der zweiten Hälfte alles versucht, um noch zu punkten. Die Schlussphase macht Mut, wenn wir daran anknüpfen, werden wir unsere Punkte holen. Es gilt jetzt, noch mehr zusammenzuwachsen.

Marwin Hitz (FC Augsburg): In Halbzeit eins haben wir zu viele Fehler gemacht und sind dafür bestraft worden. Nach dem Seitenwechsel haben wir gut zurück in die Partie gefunden und mehr in die Offensive investiert. Der Anschlusstreffer hat uns noch einmal Auftrieb gegeben und das ganze Stadion ist mitgegangen. Wir müssen jetzt auf der zweiten Halbzeit aufbauen."

Paul Verhaegh (FC Augsburg): Natürlich sind wir nach so einem Spiel enttäuscht. Es war unser erstes Heimspiel und da wollten wir unbedingt punkten, auch gegen diesen starken Gegner. Nach dem 0:2 war es allerdings schwer. Dass es am Ende noch mal eng wird, zeigt unsere Moral.

Shawn Parker (FC Augsburg): "Es ist schade, dass es am Ende nicht mehr zu einem Unentschieden gereicht hat. Nach dem 0:3 dachte man schon, das Spiel sei durch, aber wir haben weitergekämpft und sind zurückgekommen. Wir haben alles versucht, aber es sollte nicht reichen."