Zum dritten Mal in seiner Karriere ist Bruno Labbadia beim HSV. Erst als Spieler, jetzt zum zweiten Mal als Coach. Er soll den Klassenerhalt noch schaffen
Zum dritten Mal in seiner Karriere ist Bruno Labbadia beim HSV. Erst als Spieler, jetzt zum zweiten Mal als Coach. Er soll den Klassenerhalt noch schaffen
Bundesliga

"Wollen zu den zehn Prozent gehören, die es schaffen"

Hamburg - Weinte am Samstag nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg und dem Sturz auf einen direkten Abstiegsrang noch der Himmel über Hamburg, so strahlte am Mittwoch beim Amtsantritt von Bruno Labbadia die Sonne über der Hansestadt.

"Die bestmögliche Lösung"

Mit 23 Minuten Verspätung trat der Neu-Trainer des Hamburger SV gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer, Sportdirektor und Vorgänger Peter Knäbel sowie Pressechef Jörn Wolf vor die Medienvertreter im völlig überfüllten Presseraum der Imtech Arena. Allein 16 Kamera-Teams hielten den Moment fest, als der HSV Labbadia als fünften Trainer der Saison nach Mirko Slomka, Interims-Coach Rodolfo Esteban Cardoso, Josef Zinnbauer und Knäbel präsentierte.

Dabei hatte Beiersdorfer noch am Sonntag kategorisch festgestellt, dass es in der aktuellen Saison keinen Trainerwechsel mehr geben würde. "Und das habe ich auch so gemeint", stellte der 51-Jährige klar. "Aber am Montag hat sich die Situation verändert. Wir mussten zu der Erkenntnis kommen, dass die Gespräche mit Thomas Tuchel nicht weiterzuführen sind. Wir haben uns dann für die bestmögliche Lösung für die letzten sechs Spiele und die kommende Saison entschieden. Unsere Wahl fiel auf Bruno Labbadia."

Für Knäbel war es kein Problem, den Trainerposten nach nur zwei Spielen wieder abzugeben. "In unserer Situation war es das Wichtigste, die Trainerfrage schnell zu lösen. Die Wahl von Bruno ist klar. Er lebt diesen Verein", so der Sportdirektor.

Entscheidung um 3:30 Uhr in der Früh