Braunschweig - In Braunschweig hat sich der Örtliche Ausschuss Sport und Sicherheit (ÖASS) konstituiert. Die Netzwerkpartner sind neben anderen dieStadt Braunschweig, Eintracht Braunschweig, das Fanprojekt Braunschweig und die Polizei.

Ziel des Ausschusses ist die weitere Verstärkung bereits vorhandener Netzwerkstrukturen. Dadurch sollen Probleme, die durch Aggression und Gewalt auch im Umfeld von Fußballspielen entstehen, noch besser in den Blick genommen werden um Strategien dagegen entwickeln zu können.

Vorstellung anlässlich Ausstellungseröffnung

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth betonte in seiner Rede, dass das Ziel, unbeschwerte Fußballerlebnisse für die ganze Familie auch in Zukunft zu erhalten, nur gemeinsam erreichbar sei. Markuth stellte den ÖASS anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "VorBILDER Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus" im EINTRACHT-STADION vor. Die Ausstellung soll die Verbindung von Sport und Politik und das gemeinsame Eintreten für Respekt, Toleranz und Menschenwürde verdeutlichen. Eintracht-Spieler Dennis Kruppke ist auf einer der kunstvollen Schwarz-weiß-Portraitaufnahmen zu sehen.

Professionelle Zusammenarbeit festigen

"Es war uns bereits seit längerer Zeit ein Anliegen, einen Örtlichen Ausschuss für den Standort Braunschweig auf den Weg zu bringen, um die bereits auf vielen Ebenen professionelle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten noch zu festigen", hob Eintracht Braunschweigs Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt hervor.

Auch Karsten König, Leiter des Fanprojekts Braunschweig, sieht im ÖASS ein wichtiges Gremium, in dem Problemlagen und Sicherheitsfragen zielorientiert diskutiert werden können.

Der ÖASS tagt spätestens vier Wochen vor Beginn der Fußballsaison, vor Beginn der Rückrunde sowie anlassbezogen. Er wertet die Erkenntnisse der zurückliegenden Spielzeit aus und führt Sicherheitsanalysen für die kommende Spielzeit durch. Er gewährleistet den Austausch der Netzwerkpartner vor Ort, um maßgeschneiderte Lösungen für lokale Problemstellungen zu entwickeln und ein abgestimmtes Handeln zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht er die optimale Verzahnung insbesondere mit Aktivitäten der lokalen Jugend- und Sozialarbeit und der Kriminalprävention. Auf lokaler Ebene setzt er das "Nationale Konzept Sport und Sicherheit" der Innenministerkonferenz um.

Bildquelle: Eintracht Braunschweig / Agentur Hübner