Lars Stindl, Matthias Ginter, Florian Neuhaus und Yann Sommer sollen den Unterschied gegen Dortmund machen - © DFL Deutsche Fußball Liga
Lars Stindl, Matthias Ginter, Florian Neuhaus und Yann Sommer sollen den Unterschied gegen Dortmund machen - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Borussia Mönchengladbach: Die Schlüsselspieler für das Duell bei Borussia Dortmund

Borussia Mönchengladbach startet startet am Samstagabend bei Borussia Dortmund in die Bundesliga-Saison 2020/21. Wir verraten euch, auf welche Spieler es zum Auftakt besonders ankommen wird, wenn die Fohlen im Signal Iduna Park bestehen wollen.

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Yann Sommer

Yann Sommer muss zum Saisonauftakt direkt voll da sein, denn der BVB wird mit Sicherheit mächtig Dampf in der Offensive machen. Dass auf den Schweizer im Kasten verlass ist, bewies Sommer bereits in der letzten Saison: 2019/20 wehrte er sehr gute 76 Prozent der Bälle auf seinen Kasten ab, das war der Bestwert unter den Stammkeepern. Kultstatus erlangte Sommers Fingerparade gegen die Bayern (2:1) in der Hinrunde, als ihm ein Schuss von Joshua Kimmich wegen schlechter Sicht durchrutschte und er den Ball mit dem Mittelfinger zurückangelte, kurz bevor er die Linie im vollen Durchmesser überschritt. Vielleicht wird sich so eine spektakuläre Szene wiederholen.

Sommer verkörpert die Borussia durch und durch: Der 31-Jährige spielt seine siebte Saison als Mönchengladbacher Stammkeeper. Seit er 2014 zur Borussia kam, stand Sommer in 198 der 204 möglichen Bundesliga-Spiele im Tor. Nur Oliver Baumann kam seit 2014 von allen Keepern der Bundesliga auf ebenso viele Bundesliga-Spiele wie Sommer (jeweils 198) und nur zwei Torhüter standen häufiger für die Borussia zwischen den Bundesliga-Pfosten als der Schweizer: Uwe Kamps (390 Bundesliga-Spiele) und Wolfgang Kleff (321).

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Mathias Ginter

Matthias Ginter wechselte 2017 von Dortmund zu den Fohlen und machte unter Trainer Marco Rose den nächsten Schritt. Als Führungsspieler in der Innenverteidigung ist Ginter im Spielaufbau für Rose ein wichtiger Mann: Er war 2019/20 im Schnitt 81 Mal pro Spiel am Ball, am häufigsten von allen Fohlen. Der 26-Jährige gewann zudem 61 Prozent seiner Duelle – das war Bestwert bei den Fohlen. Der Nationalspieler foult nur sehr selten und ist so einer der fairsten Spieler der Bundesliga.

Im neuen Spielsystem ist Ginter torgefährlich geworden: Er erzielte in 92 Bundesliga-Spielen für Mönchengladbach acht Tore, 2017/18 stellte er mit fünf Saisontoren einen neuen persönlichen Saisonrekord auf. In seinen sechs Bundesliga-Spielzeiten zuvor für Freiburg und Dortmund zusammen waren ihm nur fünf Treffer gelungen (in 137 Partien). Gegen Dortmund geht es für Ginter auch gleichzeitig gegen seinen Ex-Verein. 2014 wechselte er aus Freiburg nach Dortmund und erfüllte sich damit einen Jugend-Traum, war er doch als Kind BVB-Fan. Jetzt wird er aber alles dafür geben, um Haaland, Sancho und Co. zu stoppen.

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Florian Neuhaus

Gerade einmal 23 Jahre alt und bereits eine feste Größe im Gladbacher Mittelfeld: Florian Neuhaus erspielte sich unter Marco Rose spätestens in der Rückrunde 2019/20 einen Stammplatz und etablierte sich als offensiver Teil einer Doppelsechs. Allerdings war er 2019/20 nicht an ganz so vielen Toren direkt beteiligt wie im Jahr zuvor: 2018/19 kam er auf drei Treffer und stolze acht Torvorlagen (letzteres überbot bei Gladbach nur Hazard) – 2019/20 waren es mehr Tore (vier), aber nur zwei Torvorlagen. Unter anderem gelang ihm am 19. Spieltag gegen Mainz ein Traumtor aus großer Distanz.

Im DFB-Pokal bewies Neuhaus seine Offensiv-Qualitäten: Beim ersten Pflichtspiel 2020/21 war er beim 8:0 gegen Oberneuland sehr torgefährlich und an vier Treffern beteiligt (zwei Tore erzielte er selbst, zwei legte er auf). Der 23-Jährige ist laufstark, er legte 2019/20 im Schnitt 11,9 Kilometer pro Spiel zurück und er gewann starke 57 Prozent seiner Zweikämpfe, nahm die Rolle als Sechser körperlich robuster an. Neuhaus wurde bei 1860 München ausgebildet, bestritt auch für die Löwen schon zwölf Zweitligaspiele, ehe es für den Traditionsklub in Regionalliga Bayern ging – das nutzte Neuhaus zum Absprung. Auch der DFB ist auf Neuhaus aufmerksam geworden, er spielte unter anderem bei der U21-Europameisterschaft 2019. Für die Länderspiele im September 2020 in der Nations League gegen Spanien und die Schweiz wurde er erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen, aber nicht eingesetzt.

Lars Stindl

Im Duell mit Borussia Dortmund wird der Kapitän wieder eine wichtige Rolle übernehmen müssen: Lars Stindl kam letzte Saison wieder ins Rollen, nachdem ihn in den Vorjahren schwere Verletzungen jeweils im Sommer aus der Bahn warfen. Der Routinier stand 2019/20 14 Mal in der Startelf und erzielte gute neun Tore. Acht davon in der Rückrunde, in der er aufgrund von Verletzungsausfällen anderer immer wichtiger für sein Team wurde - so wie aktuell auch (Embolo, Plea und Thuram kommen alle nach Verletzungen zurück).

Der Stürmer bewies immer wieder, dass er sein Team zum Sieg führen kann: Drei Mal gelang dem Kapitän 2019/20 ein Doppelpack, nie waren es mehr in einer seiner Spielzeiten. Stindl ist wieder topfit, lief 2019/20 im Schnitt 12,1 Kilometer pro Spiel, bei den Fohlen lief nur Jonas Hofmann mehr. Stindl spielt seit Sommer 2015 bei der Borussia (er kam für eine niedrige fixe Ablöse von Hannover 96) und war in 169 Pflichtspielen an starken 93 Treffern beteiligt (52 Tore). Seit Beginn der Saison 2016/17 ist er Kapitän der Borussia. Auch in dieser Spielzeit wurde der 32-Jährige von Marco Rose zum Spielführer ernannt.