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2:1 - Die ukrainische Nationalmannschaft gewinnt das Freundschaftsspiel bei Borussia Mönchengladbach

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Bundesligist Borussia Mönchengladbach sendete mit dem Freunschaftsspiel gegen die Ukraine ein wichtiges Zeichen des Friedens und der Solidarität. Die Einnahmen von mehr als 600.000 Euro werden an Menschen aus und in der Ukraine gespendet. Das Spiel endete nach Toren von Mudryk (9. Minute), Noß (12.) und Pikhalionok (82.) mit 2:1 für die Ukraine.

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Die Fohlen-Elf bestritt das Testspiel am Mittwoch, den 11. Mai um 20:45Uhr. Für das Team aus der Ukraine war es das erste Spiel seit dem Ausbruch des Krieges. Es diente als Vorbereitung auf das anstehende WM-Playoff-Spiel gegen Schottland Anfang Juni.

In Abstimmung mit dem ukrainischen Fußballverband spendet der Bundesligist alle Einnahmen aus dem Spiel nach Abzug der Kosten für wohltätige Zwecke zugunsten von Menschen aus bzw. in der Ukraine. "Wir freuen uns sehr, dass wir dem ukrainischen Fußballverband mit diesem Spiel helfen können und wir wünschen uns, dass möglichst viele Fußballfreunde aus der Region zu diesem Spiel ins Stadion kommen und mit ihrem Eintrittsgeld eine Spende für den guten Zweck beisteuern. Ukrainische Staatsbürger haben zu diesem Spiel freien Eintritt", so Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers vor Anpfiff. So wurden über 600.000 Euro an diesem Abend durch die Ticket-Einnahmen, Spenden von TV-Zuschauern und durch die Live-Übetragung gesammelt.

Frühes Tor der Ukraine - Postwendend der Ausgleich

Die ukrainische Nationalmannschaft war hochkarätig besetzt, musste allerdings auf einige Spieler verzichten, die im Ausland beschäftigt sind. Die Startelf bestand so unter anderem aus Vitaliy Buyalskyi, Serhiy Sydorchuk und Mykola Shaparenko von Dynamo Kiew, sowie Yukhym Konoplia, Mykhaylo Mudryk und Taras Stepanenko von Schachtar Donezk. Auf Seiten von Borussia Mönchengladbach gab es gleich sieben personelle Wechsel im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt: Yann Sommer, Matthias Ginter, Nico Elvedi, Patrick Herrmann, Joe Scally, Conor Noß und Rocco Reitz kamen neu in die Startelf.

Die Ukraine begann sehr druckvoll und belohnte sich bereits nach neun Minuten für eine starke Anfangsphase: Nach einem langen Ball war Mykhaylo Mudryk schneller als Gegenspieler Ginter, umkurvte Torwart Sommer und schob locker zum 1:0 ein. Drei Minuten später hatte Mudryk die Chance zu erhöhen, scheiterte diesmal aber an Sommer. Etwas überraschend konnte Gladbach kurz danach ausgleichen. Conor Noß traf äußerst sehenswert per Schlenzer (13.). In der Folge war nun die Borussia am Drücker. Ein Treffer von Alassane Plea wurde jedoch aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben (30.). Kurz vor der Pause war es erneut Sommer, der er einen Abschluss von Shaparenko abwehrte und sein Team somit vor dem Rückstand bewahrte (45.+2).

Mykhaylo Mudryk umkurvt Gladbachs Yann Sommer und schiebt zum 1:0 für die Ukraine ein. - IMAGO / Team 2

Viele Wechsel - Ukraine bleibt gefährlicher

Zur Pause wechselte Adi Hütter sein Team auf gleich acht Positionen: Stefan Lainer, Ramy Bensebaini, Breel Embolo, Tobias Sippel, Florian Neuhaus, Kouadio Kone, Keanan Bennetts und Luca Netz kamen in die Partie. Spielbestimmend blieb aber das ukrainische Nationalteam. Wieder war es Mudryk, der mit einer starken Aktion auf sich aufmerksam machte, Gladbach konnte aber in höchster Not klären (52.). Kurz vor dem Ende belohnte sich das Team dann, als der eingewechselte Pikhalionok nach einem fein herausgespielten Angriff trocken mit links abzog und ins rechte Eck traf (82.). Bis zum Schluss blieb die Ukraine das spielbestimmende Team und hätte sogar noch erhöhen können, aber Sippel war bei einem Distanzschuss auf dem Posten (90.).

Viel wichtiger als das Ergebnis war aber das Zeichen des Friedens und der Solidarität, welches mit diesem Spiel vor über 20.000 Zuschauern ausgesendet wurde. Borussia-Trainer Adi Hütter betonte vor der Partie "Wir wollen eine gute Leistung zeigen und ein würdiger Gegner für die ukrainische Nationalmannschaft sein" und dürfte angesichts der engagierten und offensivfreudigen Leistung seines Teams zufrieden gewesen sein. Der emotionalste Moment war sicher als Künstlerin Kristina Solovej vor der Partie die ukrainische Nationalhymne sang. Ukrainie-Coach Oleksandr Petrakov sagte im Anschluss: "Es war für uns alle sehr emotional. Wir standen mit Gänsehaut an der Linie. Vielen Dank für die tolle Atmosphäre an diesem Abend."