Borussia Mönchengladbach bejubelt die 1:0-Führung durch Matthias Ginter - © gettyimages / Maja Hitij
Borussia Mönchengladbach bejubelt die 1:0-Führung durch Matthias Ginter - © gettyimages / Maja Hitij
Bundesliga

Borussia Mönchengladbach setzt sich nach 2:0-Sieg gegen Augsburg oben fest

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat seine Fans versöhnt. Sechs Tage nach der Derby-Niederlage beim Tabellenletzten 1. FC Köln bezwang der fünfmalige Meister am Samstag den FC Augsburg 2:0 (0:0) und setzte sich im Kampf um die Champions-League-Plätze oben fest.

FANTASY HEROES: Thorgan Hazard (17 Punkte), Matthias Ginter (16), Mickael Cuisance (!15)

Matthias Ginter leitete in einem ebenso schwachen wie verregneten Spiel mit seinem vierten Saisontor den Sieg ein. Der von Borussia Dortmund verpflichtete Innenverteidiger traf per Kopf mit Hilfe des Innenpfostens (10.). In der 90. Minute machte Thorgan Hazard mit seinem Treffer zum Endstand nach einem Konter alles klar.

Immer wieder sorgte Gladbachs Thorgan Hazard in Augsburgs Hälfte für Gefahr - © gettyimages / Lars Baron

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Borussia-Trainer Dieter Hecking setzte nach der schmerzhaften Derby-Pleite wieder von Beginn an auf Raffael, Weltmeister Christoph Kramer fehlte wegen Fiebers. Auf Augsburger Seite wurde Top-Torjäger Alfred Finnbogason (Achillessehnenprobleme) rechtzeitig fit, doch die Mitspieler setzten ihn zu selten ein.

Augsburgs Daniel Opare (r.) kann Denis Zakaria im Laufduell im letzten Moment stoppen

Das Bemühen der Gladbacher um Wiedergutmachung war nicht zu übersehen. Die Gastgeber spielten schwungvoll nach vorn, dem frühen 1:0 waren bereits zwei gute Torchancen vorausgegangen. Thorgan Hazard (21.) hätte später nur auf Patrick Herrmann querlegen müssen, und es wäre wohl das 2:0 gewesen. Einen Kopfball des extrem präsenten Innenverteidigers Jannik Vestergaard parierte Marwin Hitz (32.).

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Matthias Ginter bringt Gladbach per Kopf in Führung - © gettyimages / Maja Hitij

"Wir haben es verpasst, früher das 2:0 zu machen, aber wir haben es am Schluss noch erzielt und damit ein positives Ende herbeigeführt. Daraus können wir Kraft ziehen." Lars Stind (Borussia Mönchengladbach)

Alfred Finnbogason (r.) im Duell mit Oskar Wendt, der in Gladbachs Abwehr auch immer wieder gefordert war - © gettyimages / Lars Baron

Augsburg befreite sich langsam und mühevoll. Die wenigen Konter blieben zumeist spätestens an Vestergaard hängen, der auch nach der bis dato besten Gelegenheit der Gäste zur Ecke klärte. Sekundenlang hatten Angreifer und Abwehrspieler am Fünfmeterraum nach dem Ball gestochert (28.). Etwas Glück hatte Augsburgs Daniel Baier, der den Ball bei einer Abwehraktion zweimal mit der Hand bzw. dem Arm berührte (40.). Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entschied sich gegen einen Elfmeter, was Video-Assistent Daniel Siebert bestätigte.

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Thorgan Hazard macht kurz vor Schluss mit dem 2:0 alles klar für die Borussia und lässt sich feiern - © gettyimages / Lars Baron

"Die Borussia war vor der Pause besser, nach dem Wechsel waren wir überlegen und hatten einige gefährliche Situationen, aber es fehlte der letzte Tick für das Tor." Marwin Hitz (FC Augsburg)

Spieler des Spiels: Thorgan Hazard

FCA-Trainer Manuel Baum musste Finnbogason zur Halbzeit vom Feld nehmen - das machte es nicht einfacher. Jonathan Schmid sollte neuen Schwung bringen, allerdings: Erst einmal drückten wieder die Gladbacher, bei denen die jungen Sechser Denis Zakaria und Michael Cuisance das Spiel gut organisierten. Hazard (57.) verpasste mit seiner Grätsche eine Flanke von Lars Stindl um Haaresbreite. Die Borussia ließ viele Gelegenheiten zum K.o.-Schlag aus, somit blieb Augsburg trotz erstaunlich schwacher Leistung im Spiel. Inspirierendes war jedoch von den Schwaben selten zu sehen. Es fehlten Impulse über die Außenpositionen, und in der Luft waren Vestergaard und Ginter ohnehin kaum zu bezwingen.

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Thorgan Hazard legte das 1:0 per Ecke vor und erzielte das 2:0 selbst – es war sein siebtes Saisontor, mit welchem er einen neuen persönlichen Saisonrekord aufstellte. Er legte bei der Borussia die meisten Sprints hin (39) und lief starke 11,8 Kilometer.

Bilder des Spiels