Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach wird zur neuen Saison Lars Stindl von Hannover 96 verpflichten. Vorbehaltlich der medizinischen Untersuchung und des noch zu unterzeichnenden Transfervertrages zwischen Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach erhält der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler beim VfL einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

"Wir hatten bei den Bemühungen um Lars Stindl starke Konkurrenz und freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat. Er ist im Mittelfeld auf mehreren Positionen einsetzbar und hat als Kapitän von Hannover 96 gezeigt, dass er mit seiner Erfahrung auch Verantwortung übernehmen kann", so Sportdirektor Max Eberl. Lars Stindl bestritt bisher 147 Bundesligaspiele, in dieser Saison erzielte er in 14 Einsätzen sechs Tore und bereitete drei Treffer vor.

Durchbruch zunächst in der 2. Bundesliga

Stindl begann seine Karriere bei seinem Heimatverein TSV Wiesental und wechselte im Alter von zwölf Jahren in die Jugend-Abteilung des Karlsruher SC. Aufgrund seines großen Talents schaffte der Mittelfeldspieler bereits als A-Jugendlicher den Sprung ins Regionalligateam und kam in der Saison 2006/2007 zu einigen Einsätzen. Ein Jahr später rückte Stindl zu den Profis auf und gab am 15. März 2008 beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt (0:1) sein Bundesliga-Debüt. Für den KSC lief er insgesamt 23-mal (4 Tore) in der deutschen Eliteklasse auf, ehe er mit dem Verein 2009 in die 2. Bundesliga abstieg. In der 2. Bundesliga schaffte Stindl endgültig den Durchbruch zum Stammspieler. Er verpasste in der Saison 2009/10 nur eine einzige Zweiligapartie und gehörte mit neun Toren und sechs Vorlagen zu den Topscorern seines Teams.

Daraufhin verpflichtete ihn Hannover 96, für die er in den vergangenen knapp fünf Jahren 124 Bundesligapartien (15 Tore), 22 Europapokalspiele (4 Tore) und acht DFB-Pokalspiele (3 Tore) bestritt. Der flexibel einsetzbare Mittelfeldstratege kam dort entweder in der offensiveren Rolle als "Zehner" zum Einsatz, oder er übernahm einen Part der "Doppel-Sechs". In Hannover entwickelte sich der 26-Jährige nicht nur sportlich sehr positiv, sondern reifte auch zu einer Persönlichkeit. Seit knapp zwei Jahren ist er als Kapitän eine der Führungsfiguren der Niedersachsen. Doch unabhängig davon ist sich Stindl seiner Rolle auf dem Platz bewusst: "Für einen Fußballer gibt es immer eine große Verantwortung: nämlich Leistung bringen. Und das ist völlig unabhängig von der Binde am Arm. Meine Einstellung auf dem Platz hat sich durch das Kapitänsamt nicht verändert."