
BVB kämpft um "Gladiator" Reggiani
Luca Reggiani erobert bei Borussia Dortmund die Profibühne – und der Club will seinen "Gladiator" langfristig halten.
Zwar ist Modena, die Geburtsstadt des Talents, eher für Luxus-Sportwagen bekannt als für Kämpfer im Ring, doch der Spitzname passt perfekt zu Luca Reggiani. Der 1,94 Meter große, stabile und hart arbeitende Innenverteidiger stieg aus Personalnot für Borussia Dortmund in den Ring – und kämpfte sich von Kurzeinsätzen zu Startelfeinsätzen in Champions League und Bundesliga.
Beim 2:0 gegen Augsburg krönte er seinen Aufstieg mit seinem ersten Tor und avancierte mit 18 Jahren und 64 Tagen zum jüngsten italienischen Torschützen der Bundesliga-Geschichte. Starke 82 Prozent gewonnene Zweikämpfe rundeten seinen dominanten Auftritt ab. "Das hat er gut und fehlerfrei gemacht. Das Tor war dann das i-Tüpfelchen", lobte auch Waldemar Anton.

"Einfach unbeschreiblich"
Vor der der tobenden Südtribüne feierte der "Gladiator" seinen Triumph und konnte es kaum fassen: "Dass es dann so kommt, ist einfach unbeschreiblich. Ich bin wahnsinnig glücklich. Im Moment geht alles so schnell: das Debüt, die Champions League, jetzt das erste Tor", schwärmte der Teenager, dessen rasanter Aufstieg dann doch auch an einen Ferrari erinnert.
Trainer Niko Kovač freute sich mit dem 18-Jährigen: "Seine Emotionen waren wunderschön. Er hat ja gar nicht gewusst, wohin mit sich." Nico Schlotterbeck zeigte sich ebenso fasziniert: "So viel Freude habe ich selten gesehen."

Reggiani soll lange bleiben
Schon bei der Verpflichtung vor zwei Jahren von US Sassuolo hatte der BVB leidenschaftlich um Reggiani gekämpft. Mit der U17 wurde er Deutscher Meister, später übernahm er als Kapitän der U19 Verantwortung – und selbst eine schwere Knieverletzung konnte ihn nicht stoppen.
Der BVB will den jungen Italiener nun langfristig im Ring behalten. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte: "Da bin ich schon seit Wochen in Gesprächen, und natürlich werden wir versuchen, vorwärts zu kommen." Reggianis Vertrag läuft noch bis 2027 – eine Verlängerung soll ihn noch stärker an die schwarz-gelben Farben binden.
Schließlich soll der "Gladiator" noch viele Schlachten für Dortmund schlagen.
