Es gibt gute Gründe die dafür sprechen, dass der BVB am Samstag nach Abpfiff feiern kann - © Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
Es gibt gute Gründe die dafür sprechen, dass der BVB am Samstag nach Abpfiff feiern kann - © Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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Fünf Gründe, warum Borussia Dortmund das Revierderby gegen Schalke gewinnt

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Es ist endlich wieder soweit: Am 24. Spieltag kommt es zum prestigeträchtigen Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. bundesliga.de erklärt, was für den BVB spricht, der nach dem bitteren Aus in der Champions League heiß auf den Anstoß am Samstagabend um 18:30 Uhr ist!

1) Derbyerfahrung

In einem Derby passieren verrückte Dinge - und das gilt ganz besonders für das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Da ist es von Vorteil, wenn man Spieler in seinen Reihen hat, die das alles schon einmal erlebt haben. In dieser Hinsicht klafft zwischen dem BVB und den Knappen eine riesige Lücke. Die aktuellen Dortmunder Spieler bringen es gemeinsam auf deutlich mehr Einsätze im Revierderby und die Schwarz-Gelben haben zudem ihren Rekord-Derbysieger in den eigenen Reihen: Mats Hummels gewann zehn seiner 20 Revierderbys. Nur Michael Zorc gewann historisch ebenso viele Revierderbys. Am kommenden Spieltag könnte sich Hummels den alleinigen Rekord holen.

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Auch BVB-Trainer Edin Terzic stand (im Gegensatz zu seinem Counterpart Thomas Reis) schon in den letzten beiden Revierderbys in der Bundesliga an der Seitenlinie und feierte dort erst seinen höchsten Bundesliga-Sieg als Trainer (4:0, Saison 2020/21) und zuletzt am 7. Spieltag ein 1:0 im eigenen Stadion.

2) Historische Bilanz und jüngste Ergebnisse

Zum 100. Mal gibt es in der Bundesliga das größte Derby, das Deutschland zu bieten hat und insgesamt hat der BVB gegen Schalke die Nase vorne (37:32 Siege). Speziell zuletzt war die Borussia übermächtig, gewann die letzten vier Duelle und ist gegen Schalke sogar seit fünf Partien ohne Gegentor (0:0, 0:4, 0:3, 0:4 und zuletzt 0:1).

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3) Die aktuelle Form

Nur zwei Bundesliga-Teams sind nach sechs Rückrundenspieltagen noch ungeschlagen und diese beiden treffen mit Schalke und Dortmund nun im Derby aufeinander, es ist also angerichtet für das Duell der ewigen Erzrivalen. In der Tabelle der zweiten Saisonhälfte liegt der BVB an der Spitze, Schalke ist hier auf einem respektablen 7. Platz zu finden. Beide Mannschaften strotzen also vor Selbstbewusstsein.

Dortmund befindet aktuell im Höhenflug und könnte ausgerechnet auf Schalke einen neuen Vereinsrekord aufstellen: Dortmund ging im November mit hängenden Schultern in die lange WM-Pause, nach der 2:4-Niederlage in Mönchengladbach schienen fast alle Saisonziele in Gefahr. Im Winter scheint Coach Edin Terzic die richtigen Lösungen gefunden zu haben, der BVB gewann im Jahr 2023 alle acht Bundesliga-Partien. Ein Sieg nun im Derby und Dortmund hätte mit dem neunten Bundesliga-Sieg in Serie einen neuen Vereinsrekord aufgestellt - so viele Bundesliga-Siege am Stück schaffte mit dem BVB kein Jürgen Klopp, kein Thomas Tuchel, kein Matthias Sammer und auch kein Ottmar Hitzfeld.

4) Torgefahr

2023 ist der BVB das torgefährlichste Team der Bundesliga (22 Tore), gab die meisten Torschüsse ab (130) und hat die beste Abschluss-Effizienz aller Bundesligisten (+7,7). Bester Dortmunder Torjäger ist Julian Brandt, der in diesem Jahr einen richtigen Aufschwung erlebt. Mittlerweile steht er bei acht Toren und vier Vorlagen, hat die beste Abschluss-Effizienz (+4,2) und gab die meisten Torschussvorlagen für sein Team (54).

5) Neue defensive Flügelzange

Als Helden des Aufschwungs wurden beim BVB zuletzt immer wieder zurecht die Offensiv-Asse wie Julian Brandt oder Marco Reus genannt. Dabei wurden allerdings auch andere Säulen übersehen. So hat Dortmund zurzeit mit Marius Wolf auf rechts und Julian Ryerson eine überragende defensive Flügelzange und mit den beiden auf außen alle Spiele gewonnen. Sie stehen für den neuen BVB-Spirit, der mehr auf Kampf und weniger auf Kunst setzt. Ryerson lief von allen Stammspielern des BVB 2023 am meisten (11,7 Kilometer pro Partie), Wolf nicht viel weniger (11,4).