
Bleibt Borussia Dortmund Bayern-Jäger Nummer eins?
Borussia Dortmund reitet die Erfolgswelle, ist defensiv stabil und unter Trainer Niko Kovač endlich zurück in der Rolle, in der sich der BVB schon seit Jahren gerne sieht.
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Es ist jetzt knapp zehn Jahre her, dass Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Satz sagte: "Der BVB sollte idealerweise der zweite Leuchtturm im deutschen Fußball sein." Doch in den folgenden Jahren sollten die Schwarz-Gelben diesem Anspruch nicht durchgehend gerecht werden. Zuletzt war selbst die Champions-League-Qualifikation stets hart und knapp erkämpft, während Leverkusen sich zwei Jahre lang zum härtesten Konkurrenten von Branchenprimus FC Bayern München aufschwang.
Jetzt sieht es allerdings danach aus, als würde der BVB zurückkehren in die Rolle des ersten Bayernjägers, der – in einer optimalen Saison – auch mal vor dem deutschen Rekordmeister landen könnte. Dortmund ist saisonübergreifend seit zwölf Bundesliga-Spielen ungeschlagen (zehn Siege, zwei Remis) und steht derzeit in der Tabelle auf Platz zwei, als erster Verfolger des FCB.

Niko Kovač mit dem besten Schnitt aller BVB-Trainer
Seit Niko Kovač das Traineramt an der Strobelallee übernommen hat, stabilisierte sich der BVB zusehends. Mit der Borussia holte der Kroate, der vor seinem 200. Bundesliga-Spiel als Cheftrainer steht, starke 38 Punkte (zwölf Siegen, zwei Remis, vier Niederlagen). Das ergibt einen Schnitt von 2,1 Punkten pro Spiel – der beste aller bisherigen Bundesliga-Trainer des BVB!
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Für die Dortmunder wurde die taktische Umstellung von einer Vierer- auf eine Dreierkette in der Vorsaison zum entscheidenden Moment. Seit der BVB mit Dreierkette spielt, ist er in der Bundesliga ungeschlagen. Und inzwischen ist die Defensive auch ein Prunktück der Borussia. Nach dem wilden 3:3 bei St. Pauli am 1. Spieltag blieb der BVB dreimal in Folge ohne Gegentor.
Schlotterbeck: "Wichtig, an den Bayern dranzubleiben"
Nicht einmal personelle Rückschläge wie die langen Ausfälle von Niklas Süle, Emre Can und Nico Schlotterbeck konnten etwas an der Stabilität des BVB ändern. Auch die ständigen Veränderungen an der Dreierkette waren kein Problem. Waldemar Anton und Ramy Bensebaini hatten an den ersten vier Spieltagen stets einen anderen Nebenmann. Durch die Rückkehr von Schlotterbeck sollte es nun eine noch größere personelle Kontinuität geben.
Der Rückkehrer war es auch, der aussprach, wo der Blick der Dortmunder hingeht: "Jetzt geht's Schritt für Schritt weiter. Wichtig ist, an den Bayern dranzubleiben", betonte Schlotterbeck nach seinem Comeback. Der BVB wird endlich wieder seinem eigenen Anspruch gerecht und ist in dieser Saison der Bayernjäger Nummer eins.
