Köln - Luca Boller kann es auch in Deutschland: Der Schweizer FIFA-Meister aus Zürich gewann das Qualifikationsturnier der Virtuellen Bundesliga in Hamburg und qualifizierte sich zusammen mit seinem Teamkollegen Georg Raffelt für das große Finale im Mai.

Über 100 Spieler fanden sich am Sonntagmorgen in der Hamburger Imtech Arena ein, um sich im vorletzten Qualifikationsturnier für die Endrunde der Virtuellen Bundesliga zu qualifizieren. Mit Jan Zimmermann, Sascha Schumacher, Daren Framke, Malte Hedderich, Luca Boller und Joshua Begehr waren dabei gleich eine Handvoll bekannter Spieler vor Ort, die sich Hoffnungen auf eine Teilnahme am Finale machten.

Mert Matan scheitert in der Gruppenphase

Doch in der Gruppenphase war erst der Auftritt des YouTube-Stars Mert Matan das Highlight für viele Teilnehmer. Schon vor dem Start des Turniers musste der bekennende FIFA-Fan viele Bilder- und Autogrammwünsche erfüllen. Am Controller scheiterte er dann nach einem Sieg und einer Niederlage im dritten Spiel an Timo Kruse, der sich mit vier Punkten denkbar knapp für die KO-Phase qualifizierte.

Nachdem die Favoriten die Gruppenphase noch unbeschadet überstanden, erwischte es in der ersten Runde Joshua Begehr, der in Hamburg seine Rückkehr in die eSport-Szene feierte, im Elfmeterschießen. In der zweiten Runde traf dann Jan Zimmermann auf Luca Boller – der frühere Sieger der ESL ProSeries gegen den amtierenden Schweizer Meister. Nach dem es nach 90 Minuten noch 2:2 stand, entschied ein Treffer in der Verlängerung das prestigeträchtige Duell.

Boller bringt Paderborn ins Finale

Mit zwei weiteren Siegen hielt sich Luca Boller dann auch bis zum Halbfinale schadlos. Dort traf er auf Sascha Schumacher, der sich in dieser Saison schon zum vierten Mal auf einem Qualifikationsturnier an der Teilnahme am Finale der Virtuellen Bundesliga versucht. Doch es sollte auch heute nichts sein: obwohl Schumacher schon mit 2:1 führte, entschied ein Abwehrfehler die Partie und Luca Boller jubelte mit dem SC Paderborn über das Ticket für das Finale.

Im zweiten Halbfinale traf Georg Raffelt, der im Viertelfinale Malte Hedderich mit einem Last-Minute-Treffer ausschaltete, auf den bisher unbekannten Kilian Dziobeck. Eine klare Angelegenheit: Nach drei Toren und einer Glanzleistung von Robert Lewandowski gewann Raffelt und der FC Bayern München mit 6:0. Im Finale konnte er diese Leistung gegen Luca Boller nicht wiederholen und musste sich dem Schweizer mit 1:2 beugen, der damit den Turniersieg feierte. Beim großen VBL-Finale im Mai sind trotzdem beide dabei.