Mit dem Comeback von Star-Trainer Guus Hiddink in der "Königsklasse" liegen Nationalkapitän Michael Ballack und der FC Chelsea auf Kurs in Richtung Viertelfinale.

Der Vorjahresfinalist aus London besiegte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League den italienischen Rekordmeister Juventus Turin 1:0 (1:0) und hat sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 10. März verschafft.

"Pool" siegt bei Real

Das gilt auch für den FC Liverpool, der durch den späten Treffer von Yossi Benayoun (82.) das Giganten-Duell bei Real Madrid mit 1:0 (0:0) gewann und damit wie beim letzten Duell mit den "Königlichen" im Europacupfinale vor 28 Jahren triumphierte.

Damit blieben alle vier Clubs der spanischen Primera Division in den Hinspielen ohne Sieg, denn auch der FC Villarreal kam im Außenseiter-Duell gegen Panathinaikos Athen nicht über ein 1:1 (0: 0) hinaus. Bereits am Dienstag hatten sich der FC Barcelona (1:1 in Lyon) und Atletico Madrid (2:2 gegen Porto) mit einer Punkteteilung begnügen müssen.

Drogba trifft für die "Blues"

Nach 1.085 Tagen meldete sich der Niederländer Hiddink, gleichzeitig Trainer von EM-Halbfinalist Russland, in der Champions League zurück - und brachte Chelsea auch den Erfolg. Dank eines Treffers von Stürmer Didier Drogba (12.) darf das Team um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Ballack, der über die gesamte Spielzeit zum Einsatz kam, von einem erneuten Durchmarsch ins Finale träumen.

An der Stamford Bridge legte Chelsea von Beginn an ein hohes Tempo vor und setzte Juventus mächtig unter Druck. So war die Mannschaft von Trainer Claudio Ranieri, der bis 2004 noch die Londoner trainiert hatte, mit dem Rückstand zur Pause gut bedient. Auch in der zweiten Halbzeit geriet der Triumph der "Blues", die seit 16 Champions-League-Heimspielen ungeschlagen sind, nicht mehr in Gefahr.

"Metze" und vdV schauen nur zu

Weniger stürmisch ging es im Estadio Santiago Bernabeu zu. Die "Reds" aus Liverpool ließen die gefürchtete Real-Offensive, in der der frühere Hamburger Mittelfeldchef Rafael van der Vaart erneut fehlte, kaum zur Entfaltung kommen.

So entwickelte sich im Duell der Titelsammler - beide Clubs räumten zusammen 19 Europacup-Titel ab - ein Spiel ohne große Höhepunkte. Wie van der Vaart kam auch dem deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder nur die Zuschauerrolle zu.

Damit darf die Premier League auf die Optimalzahl von vier Clubs im Viertelfinale hoffen, nachdem Arsenal London (1:0 gegen den AS Rom) und Manchester United (0:0 bei Inter Mailand) sich am Dienstag eine gute Ausgangsposition verschafften.

Villarreal kann Überlegenheit nicht nutzen

Eine kleine Enttäuschung musste Villarreal, der vierte spanische Club in der Champions League, einstecken. Trotz deutlicher Überlegenheit kam das "gelbe U-Boot" nicht über ein 1:1 gegen den Bremen-Bezwinger Panathinaikos hinaus.

Immerhin schaffte Giuseppe Rossi per Foulelfmeter noch den Ausgleich (67.), nachdem Athen durch Giorgos Karagounis in Führung gegangen war (59.). Damit ist der Champions-League-Halbfinalist von 2006 zwar weiter in der "Königsklasse" ungeschlagen, doch im Rückspiel in Athen droht dennoch das Aus.