Köln - Ein furioses Borussia Dortmund, ein Flügelflitzer, der auch in Hoffenheim jubeln will und die "Meister der Effizienz" im direkten Duell: bundesliga.de präsentiert fünf Dinge, die Sie zum 2. Spieltag unbedingt wissen müssen.

Costa begeistert

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Er war die Attraktion am 1. Spieltag der neuen Saison: Douglas Costa, der neue Hochgeschwindigkeitsfußballer des FC Bayern München mit einem Faible für spektakuläre Flanken und Schüsse (Infografik: Bayerns neuer Flügelflitzer). Seine erste Auswärtsfahrt in der Bundesliga führt den Brasilianer nun nach Hoffenheim, wo bis zum Sommer ein Mann spielte, der bei Costas Wechsel eine Rolle spielte.

"Ich habe mich bei meinem Landsmann Roberto Firmino informiert. Er hat mir viel Gutes erzählt", sagt Costa im Interview mit bundesliga.de. Der Außenbahnspieler gerät im Gespräch über seine ersten Wochen beim FC Bayern geradezu ins Schwärmen: "Ich denke, alles läuft bisher gut. Für mich ist mit dem Wechsel hierher ein Traum in Erfüllung gegangen." Nun will er mit seinen neuen Mitspielern auch einen Traumstart hinlegen. Die Chancen dafür stehen bestens, schließlich hat die TSG Hoffenheim keine der bislang 14 Partien gegen den FC Bayern gewonnen.

Dortmunder Ausrufezeichen

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Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg am 1. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach zeigte sich Thomas Tuchel fast ein wenig verwundert über den bärenstarken Auftritt seiner Mannschaft. "Damit war nicht zu rechnen", sagte der neue Trainer des BVB nach der Partie. Borussia Dortmund hat zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, dass nach einer enttäuschenden Saison wieder mit den Westfalen zu rechnen ist. Auch die Aufholjagd in der Europa-League-Qualifikation war beeindruckend.

Der Hunger auf Erfolge war den Spielern während der Partie und auch danach deutlich anzumerken. "Wir wollen viele Spiele dominieren und gar keine Zweifel daran lassen, sie zu gewinnen", erklärte etwa Kapitän Mats Hummels, der dieses Selbstbewusstsein mit der nötigen Portion Zurückhaltung kombinierte: "Wir wissen, dass es gut war. Aber genau so muss es auch bleiben. Wir dürfen uns nicht nach diesem einen Spiel auf irgendetwas ausruhen." Das soll am Sonntag Bundesliga-Neuling FC Ingolstadt zu spüren bekommen, der sich in seinem ersten Heimspiel gleich auf einen echten Kracher freut. Übrigens: Der BVB startete auch in der Saison 2013/14 mit einem 4:0-Sieg und gewann dann gleich die ersten fünf Spiele.

Rekordjagd

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Die Bundesliga auf der Jagd nach Bestmarken! In jeder Saison stellen Clubs und Spieler neue beeindruckende und manchmal auch kuriose Rekorde auf (Video: Die verrücktesten Rekorde der Bundesliga). Sei es ein Blitztor nach neun Sekunden, wie das von Karim Bellarbi am 1. Spieltag der Saison 2014/15 für Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund, oder eine Serie von 884 Minuten ohne Gegentreffer, die Timo Hildebrand für den VfB Stuttgart in der Spielzeit 2003/04 aufstellte (Infografik: Die wichtigsten Bundesliga-Rekorde).

Auch am 2. Spieltag wollen die Teams wieder Rekorde brechen oder zumindest daran arbeiten, dass der nächste Bestwert schnell erreicht ist. So kann beispielsweise der FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim seinen 992. Bundesliga-Sieg feiern und wäre dann nur noch acht Erfolge von der 1000-Siege-Schallmauer entfernt.

Meister der Effizienz

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Wer Tore schießen will, der muss dafür auch Torschüsse abgeben. Geradezu meisterlich präsentierte sich in dieser Disziplin am 1. Spieltag der VfB Stuttgart, der 28 Versuche auf das Tor des 1. FC Köln abfeuerte – genutzt hat es nichts. Trotz des enormen Aufwands gelang dem VfB nur ein Tor (per Foulelfmeter) und am Ende stand eine 1:3-Niederlage.

Dabei hätten sich die Stuttgarter nur am Gegner orientieren müssen. Der präsentierte sich als Meister der Effizienz und machte aus neun Torschüssen drei Treffer – eine eiskalte Chancenverwertung. Noch ein wenig frostiger war nur die Offensive des VfL Wolfsburg, die für ihre zwei Treffer lediglich fünf Torschüsse benötigte. Am 2. Spieltag klären Köln und Wolfsburg nun im direkten Duell, wer vor dem Tor die besseren Nerven hat.

Wer 1:0 führt,...

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"Wer 1:0 führt, der stets verliert", lautet ein unter Fußballern und Fans verbreiteter Spruch, dessen Richtigkeit natürlich schon etliche Male widerlegt worden ist. Bestes Beispiel? Der Hamburger SV! Die Norddeutschen, die sich am Samstag zum 101. Mal mit dem VfB Stuttgart duellieren, haben noch nie ein Heimspiel gegen die Schwaben verloren, in dem sie den ersten Treffer erzielt haben.

Auch der 1. FC Köln sollte gegen den VfL Wolfsburg tunlichst ein 0:1 vermeiden, denn danach gab es für die Rheinländer gegen die Wölfe nur noch zwei Remis und acht Niederlagen. Dass eine Führung längst nicht immer zum Punktgewinn führt, hat die TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern bereits mehrfach erfahren. Die Kraichgauer lagen in fünf von 14 Duellen vorne, warten aber noch auf den ersten Sieg.