Berlin - Zu Beginn der laufenden Saison kam Roy Beerens vom AZ Alkmaar zu Hertha BSC. Schnell spielte sich der flinke und technisch versierte Holländer in der Mannschaft fest und traf zweimal. Beim Hinspiel gegen Herthas kommenden Gegner Eintracht Frankfurt (Samstag, ab 15:00 Uhr im Liveticker) traf ihn ein überharter Einsatz von Stefan Aigner am Sprunggelenk - der Beginn einer Leidenszeit.

Frage:Wie geht's dem Knöchel?

Roy Beerens: Das Gelenk ist wieder wie vorher. Vor ein paar Wochen hatte ich noch Probleme, habe es zum Beispiel bei Schüssen immer noch gespürt. Jetzt ist schon ein super Gefühl für einen Sportler, wenn alles wieder funktioniert, wie es soll.

Frage:Funktioniert es auch im Hinblick auf das Spiel am Wochenende?

Beerens:Ich kann diese Woche komplett trainieren, da will ich mich anbieten. Für das Spiel am Wochenende bin ich bereit und hoffe, dass der Trainer mich mitnimmt.

"Ich will immer spielen"

Frage: Sie mussten einige Spiele passen. Wie schwer ist es, nicht mithelfen zu können?

Beerens: Die Spiele vor dem Fernseher oder auf der Tribüne zu verfolgen und nicht selbst unten auf dem Platz zu stehen ist sehr schwer! Ich will immer spielen, wenn ich das nicht kann - dann brenne ich von innen.

Frage: Zumal die letzten drei Spiele verloren gingen...

Beerens: Gegen Bayern, Gladbach und Dortmund haben schon andere verloren, aber wir hatten uns mehr erhofft. Schade! Ich glaube, selbst in München wäre etwas möglich gewesen, gegen Dortmund waren wir als Team nicht gut genug.

"Berlin ist großartig"

Frage: Wie sieht Ihr Fazit nach dem ersten Jahr Bundesliga aus?

Beerens: Mir war klar, dass die Bundesliga eine große Herausforderung werden würde. Ich glaube aber auch, dass ich das erste halbe Jahr bis zur Verletzung gut zurecht gekommen bin. Ich habe in der Rückrunde auch ein paar Spiele gemacht, aber ich war noch nicht wieder in der Verfassung. Jetzt bin ich wieder da, leider sind jetzt nur noch zwei Spiele.

Frage: Ein Jahr Bundesliga ist auch ein Jahr Berlin. Wie gefällt es Ihnen in der neuen Heimat?

Beerens: Berlin ist großartig. Wenn man etwas Zeit hat, bietet die Stadt unglaublich viel. Am Anfang haben wir das typische Touristenprogramm durchgezogen, jetzt genießen wir einfach die viele Möglichkeiten.

Frage: Zwei Spiele sind es jetzt noch in der Bundesliga. Spielt es eine Rolle für Sie, dass es jetzt genau gegen das Team geht, gegen das Sie sich die Verletzung zugezogen haben?

Beerens: Es ist schon ein bisschen komisch, dass ich ausgerechnet gegen Frankfurt wieder ganz zurück bin. Wenn wir gewinnen sollten und dadurch den Klassenerhalt perfekt machen, wäre das für mich schon etwas Besonderes.

Frage: Was ist die Eintracht für eine Mannschaft?

Beerens: Die Eintracht bekommt viele Tore, schießt aber auch viele. Normalerweise ist Frankfurt eine Mannschaft, die nicht abwartet, sondern Fußball spielt. Das könnte uns entgegen kommen.

"Ziel: Relaxt gegen Hoffenheim"

Frage: Wie gehen Sie in die Partie?

Beerens: Wir müssen jeden Meter auf dem Platz bearbeiten. Wenn wir als Team kompakt bleiben, können wir Frankfurt schlagen, denn wir werden unsere Chancen bekommen. Unser Ziel muss es sein, dass wir ganz relaxt in das letzte Spiel in Hoffenheim gehen können.

Frage: Welche Rolle spielen die Anhänger?

Beerens: Die Fans sind sehr wichtig für uns. Ich hoffe, dass das Stadion richtig voll wird. Das wäre eine Extra-Motivation für uns, den Klassenerhalt zu schaffen.