Nach dem schwächsten Saisonstart seit 43 Jahren hat Rekordmeister Bayern München neues Selbstvertrauen getankt. Der Champions-League-Teilnehmer setzte sich in einem Testspiel beim Zweitliga-Spitzenreiter Union Berlin mit 3:1 (2:0) durch und fuhr drei Tage vor der richtungweisenden Begegnung gegen Meister VfL Wolfsburg das erhoffte Erfolgserlebnis ein.

Stürmer Ivica Olic (22.), Innenverteidiger Breno (30.) und der
eingewechselte Edson Braafheid (47.) erzielten die Treffer für die Bayern in der "Alten Försterei". Spielerisch blieb das Starensemble jedoch erneut vieles schuldig und offenbarte wie beim 1:3-Gegentreffer durch Kenan Sahin (69.) Schwächen in der Defensive.

Ribery und Toni nicht dabei

Beim Bundesligisten blieb Superstar Franck Ribery, der sich mit Einzeltraining auf einen Kurzeinsatz gegen Wolfsburg vorbereitete, ebenso zu Hause wie Luca Toni (Aufbautraining) und die verletzten Martin Demichelis (Bänderriss) und Mark van Bommel (Zehenbruch).

Union lief mit dem Spruch `frei!" auf der Trikot-Brust auf, da sich der Klub am Montag von seinem dubiosen Sponsor ISP wegen der Stasivergangenheit von dessen ehemaligen Aufsichtsratschefs Jürgen Czilinsky getrennt hatte.

Hausherren mit guten Torchancen

Der Zweitliga-Aufsteiger schien davon unbeeindruckt und spielte gegen den Favoriten frech auf. Beim Schuss von Björn Brunnemann verhinderte zunächst Bayern-Torhüter Jörg Butt eine frühe Union-Führung (7.), sieben Minuten später scheiterte der agile Sahin nur knapp.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm München jedoch die Kontrolle im Spiel, ohne dabei zu glänzen.