Der FC Bayern bleibt in der Gruppe A der Champions League auch im zweiten Spiel ungeschlagen, musste sich im Heimspiel gegen Juventus Turin aber mit einem torlosen Unentschieden begnügen.

Im zweiten Spiel der Gruppe besiegte Girondins Bordeaux den isralienischen Vertreter Maccabi Haifa mit 1:0. Aufgrund der besseren Tordifferenz bleiben die Münchener auch nach dem 2. Spieltag Tabellenführer. Allerdings haben die Bayern vor dem Auswärtsspiel bei Girondins Bordeaux am 21. Oktober weiterhin eine gute Ausgangsposition.

Eine schlechte Nachricht gab es nach dem Spiel. Arjen Robben droht eine längere Pause. Der Neuzugang war in der letzten Minute der ersten Halbzeit ausgewechselt worden, nachdem er sich das Knie verdreht hatte. "Ich denke, dass es eine schwere Verletzung ist", sagte Trainer Louis van Gaal.

Tymoshchuk auf der Bank

Personell reagierte van Gaal mit drei Änderungen auf das 0:1 beim Hamburger SV. So übernahm Miroslav Klose den Part im Sturmzentrum. Ivica Olic musste genauso wie Breno, der durch Edson Braafheid ersetzt wurde, auf die Bank. Auch Mario Gomez musste wie schon in Hamburg zunächst zusehen.

Die größte Überraschung war aber die Hereinnahme von Andreas Ottl für Anatoly Tymoshchuk im defensiven Mittelfeld. "Wir haben ein Heimspiel in der Champions League, wir müssen das gewinnen", gab Trainer van Gaal vor dem Spiel die Marschroute für sein erstes Europapokal-Heimspiel mit dem FC Bayern aus. Seine Mannschaft gehorchte.

Ribery zaubert

Mit dem Anpfiff nahm der FC Bayern Fahrt auf und hätte bereits nach vier Minuten in Führung gehen können. Thomas Müllers Rechtsschuss nach guter Einzelleistung verpasste das Tor nur knapp. Noch knapper wurde es in der 19. Minute, als Franck Ribery von der linken Seite in den Strafraum drang, seine Gegenspieler Giorgio Chiellini und Zdenek Grygera ganz alt aussehen ließ und das Juventus-Tor nach einem Lupfer nur knapp verpasste.

Diego mit einer Doppelchance

Aber auch die Gäste versteckten sich nicht, wurden aber nur gefährlich mit ihrem sehr laufstarken und gut aufgelegten Spielmacher Diego, dem die gerade erst ausgeheilte Oberschenkelverletzung nicht anzumerken war. Diego war es auch, der die ersten Chancen für "Juve" (18., 19.) herausspielte.

Das Geschehen bestimmte im ersten Durchgang aber klar der FC Bayern. Angetrieben von Franck Ribery und Thomas Müller erspielten sich die Münchener nicht nur eine klare Feldüberlegenheit, sondern auch ein deutliches Chancenplus. Die Schrecksekunde gab es dann kurz vor der Pause, als Arjen Robben verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für den Niederländer kam Olic ins Spiel.

Kein gutes Tempo nach der Pause

Das Tempo der ersten Hälfte ließ der FC Bayern im zweiten Durchgang vermissen. 15 Minuten vergingen bis der deutsche Rekordmeister seine erste Chance erspielen konnte: Klose verpasste nach toller Vorarbeit von Ribery aber knapp. Dem Gast aus Turin kam das Tempo nach der Pause gelegen. Die Gäste machten die Räume eng, spielten äußerst kompakt. Trainer Ferrara gab mit dem Wechsel Christian Poulsen für Diego nach 60 Minuten die Richtung für sein Team an.

Die Bayern hatten große Probleme den Riegel zu knacken. So versuchte Bayern-Trainer van Gaal mit der Hereinnahme von Mario Gomez, der in der 75. Minute Miroslav Klose ersetzte, neue Impulse zu setzen. Doch auch dadurch konnten die Bayern nicht den Druck wirklich erhöhen und mussten sich mit dem 0:0 gegen den italienischen Rekordmeister begnügen.

Aus der Allianz Arena berichtet Fatih Demireli