Assimiou Touré vom Bundesligisten Bayer Leverkusen hat den Terroranschlag auf den Mannschaftsbus der togolesischen Nationalmannschaft in Angola unverletzt überstanden.

"Er ist körperlich nicht verletzt. Er ist gesund, und es geht ihm den Umständen entsprechend gut", sagte Leverkusens Pressesprecher Dirk Mesch.

"Stellen ihm frei, ob er zurückkommen möchte"

Der Bundesliga-Herbstmeister will seinem 22 Jahre alten Abwehrspieler die Entscheidung über den Zeitpunkt der Rückkehr überlassen. "Wir haben Kontakt herstellen können, was sich sehr schwierig gestaltete. Wir stellen ihm frei, zu entscheiden, ob er sofort zurückkommen möchte. Sollte das sein Wunsch sein, werden wir sofort alles in die Wege leiten", sagte Mesch.

Bayer Leverkusen erfuhr von dem Überfall am Rande eines Testspiels bei Twente Enschede. "Wir sind bestürzt, denken an unseren Mitspieler. Natürlich auch daran, dass in vier, fünf Monaten in Afrika die WM stattfindet", sagte Kapitän Simon Rolfes.

Drei Tote

Bei dem Anschlag sind zwei Mitglieder der Delegation und ein Busfahrer getötet worden. Ein Mitglied der afrikanischen Fußball-Konföderation CAF erklärte am Samstag in Cabinda, es handele sich um den Assistenztrainer des Teams und den Pressesprecher.

"Abolo Amelete und Stanislas Ocloo sind um vier Uhr am frühen Morgen verstorben", sagte Kodjo Samlan, der für Togos Mannschaft zuständige Sprecher der CAF.

Der Busfahrer, um dessen Schicksal es zunächst widersprüchliche Angaben gegeben hatte, war offenbar direkt tot. Der CAF-Sprecher hatte anscheinend fälschlicherweise erklärt, Berichte über den Tod des Mannes beim Rebellenangriff auf den Fahrzeugkonvoi in der angolanischen Exklave seien falsch.