München - Am Sonntagnachmittag schließen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt den 16. Spieltag ab: Es ist ein Duell der Gegensätze (ab 17 Uhr im Live-Ticker). Während beide Mannschaften unter der Woche international voll überzeugten, brachte Frankfurt in der Liga sein "Europa-League-Gesicht" noch nicht aufs Grün. Der letzte Sieg liegt bereits elf Spieltage zurück. Gastgeber Leverkusen ist dagegen drauf und dran, seine beste Hinrunde aller Zeiten zu spielen.

Die Werkself ist heiß auf die eigene Bestmarke aus der Saison 2001/02. Unter Coach Klaus Toppmöller holten die Rheinländer damals in 17 Partien satte 39 Punkte. Vor dem Spiel gegen die Hessen hat das Team von Trainer Sami Hyypiä nach 15 Spielen bereits 37 Zähler auf Konto.

Toppmöller drückt seinem Ex-Club die Daumen

Bei einem Dreier gegen die Eintracht wäre die vereinseigene Bestmarke somit geknackt. Unterstützung gibt es vom aktuellen Rekordhalter: "Ich bin sicher, dass Sami und seine Jungs gegen Frankfurt oder spätestens in Bremen meinen Rekord schnappen werden. Ich würde mich für ihn freuen", so Toppmöller zur "BILD-Zeitung". Die Vorzeichen stehen gut. Der aktuelle Bayern-Jäger Nummer eins ist in Top-Form. Neben den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale werden die Rheinländer auch in der Champions League überwintern.

Eine bessere Ausbeute aus den englischen Wochen hätte es gar nicht geben können. Coach Hyypiä bleibt jedoch gewohnt ruhig und bremst: "Über einen Rekord brauche ich mich nicht zu freuen, das bringt uns nicht weiter. Aber wenn wir am Sonntag gegen Frankfurt drei Punkte holen, dann wird auch bei mir die Freude groß sein." Die intensiven Wochen haben neben dem sportlichem Erfolg aber auch einen ordentlichen Kräfteverschleiß zu Folge gehabt. Für die Sonntagpartie werden die verletzten Sebastian Boenisch, Sidney Sam, Roberto Hilbert und Stefan Reinartz ausfallen. Außerdem wird Emir Spahic gesperrt fehlen.

Zweiter Anzug der Eintracht überzeugt gegen APOEL

Von Personalsorgen kann Eintracht-Coach Armin Veh ein Liedchen singen. Aus diesem Grund gab er beim 2:0-Erfolg über APOEL Nikosia unter der Woche in der Europa League der zweiten Reihe eine Chance. Die Reservisten überzeugten und dürfen sich berechtige Hoffnungen auf einen Einsatz gegen Bayer machen. Vor allem Stephan Schröck beeindruckte. "Stephan hat sich gezeigt und mit viel Herz gespielt. In unserer Lage ist es gefragt, mit so einer Leidenschaft zu spielen", sagte Veh. Der philippinische Nationalspieler hatte zur Führung gegen Nikosia getroffen und immer wieder für Wirbel auf der rechten Seite gesorgt.

Trotz der guten Vorstellung des zweiten Anzugs werden einige Stammspieler wieder in die Anfangsformation rücken. "Ich davon aus, dass Sebastian Rode und und Bastian Oczipka wieder fit sind", sagt Veh. Er erhofft sich gegen Leverkusen ein Erfolgserlebnis für die zuletzt in zehn Ligaspielen sieglosen Hessen: "Aber was Leverkusen in dieser Saison zeigt, ist schon beeindruckend. Eigentlich haben wir keine Chance, vielleicht ist das unsere Chance." Die Eintracht hat zuletzt am 14. September 2013 bei Werder Bremen (3:0) ein Ligaspiel gewonnen. Nun soll der Knoten platzen. 

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