Im Mittelfeld von Bayer 04 Leverkusen ist Kerem Demirbay der neue Hoffnungsträger - © imago images / eu-images
Im Mittelfeld von Bayer 04 Leverkusen ist Kerem Demirbay der neue Hoffnungsträger - © imago images / eu-images
bundesliga

Kerem Demirbay von Bayer Leverkusen: "Wir wollen mutigen Offensivfußball spielen"

Leverkusen - Ein Spielgestalter mit großen Fähigkeiten: Neuzugang Kerem Demirbay soll im Mittelfeldzentrum von Bayer 04 Leverkusen in den kommenden Jahren die Fäden ziehen. Auf dem Spielgestalter, der bereits zwei Länderspiele für Deutschland absolvierte, ruhen die Hoffnungen der Werkself in der Bundesliga und im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben in der Champions League. bundesliga.de spricht mit dem 26-Jährigen über seinen Wechsel von der TSG Hoffenheim, seine Rolle im Spiel der Rheinländer und die kommende Saison.

>>> Jetzt beim Bundesliga-Tippspiel anmelden!

bundesliga.de: Ihre Frau kommt aus Leverkusen. War sie vor Ihrem Wechsel schon Fan von Bayer 04?

Kerem Demirbay: Bevor mich meine Frau kennenlernte, hatte sie nicht viel mit Fußball zu tun. Sie ist kein Fan. Der Bruder meiner Frau hingegen ist ein absoluter Leverkusen-Fan. Nach meiner Unterschrift habe ich ihm schon eine Überraschung gemacht und ihm ein Trikot geschenkt.

bundesliga.de: Mit Hoffenheim war die Champions League nicht so erfolgreich. Was muss bei Leverkusen passieren, damit es erfolgreich wird?

Demirbay: Mit der TSG war es wirklich nicht gerade erfolgreich, das stimmt. Neues Spiel, neues Glück – würde ich dazu jetzt sagen. Wir haben die Qualität, um Spiele zu dominieren und zu gewinnen. Ich bin froh, ein Teil davon zu sein und was ich auch immer wieder betone: Wir Fußballer, wir Sportler, wir streben nach dem Maximalen. Und Champions League ist nun einmal etwas unglaublich Schönes und da gehören wir hin. Wir haben auch den Anspruch an uns selbst, jedes Jahr Champions League zu spielen. Wir wollen auf jeden Fall in der Gruppenphase weiterkommen und wir werden sehen, wo wir landen.

bundesliga.de: Wie sollen Ihre eigenen Qualitäten in Leverkusen zur Geltung kommen?

Demirbay: Am wohlsten fühle ich mich im zentralen Mittelfeld. Ich will jetzt gar nicht auf meine Stärken und Schwächen eingehen. Ich glaube, dass ich einen großen Teil dazu beitragen kann, dass es auf dem Spielfeld sehr harmonisch abläuft. Das heißt, Tempo rauszunehmen, mutig Fußball zu spielen, egal wie der Stand ist. Sich trotzdem anbieten, in schweren Situationen trotzdem voranzugehen. Das könnte ich hinkriegen und werde meinen Teil dazu beitragen.

>>> Bundesliga im TV: So seht ihr alle Spiele

bundesliga.de: Hat der Trainer Ihnen schon mitgeteilt, dass er Sie als Standardschützen wählt?

Demirbay: Das hat er, ja. Ich trainiere sehr viele Standards, darin bin ich gut denke ich. Am Ende geht es aber um maximalen Erfolg der Mannschaft. Wenn es jemanden gibt, der sie besser schießen kann, dann muss er sie machen, weil es nur um den gemeinsamen Erfolg geht. Aber ich trete sie ganz gut, und das werde ich dann auch machen.

bundesliga.de: Würden Sie sagen, dass Ihnen der Stil von Bayer Leverkusen liegt?

Demirbay: Absolut, deswegen bin ich hier. Bei den Gesprächen habe ich die Philosophie vom Verein und vom Trainerteam mitbekommen, wie sie Fußball spielen wollen. Das ist Offensivfußball, offensives Verteidigen und mutig Fußball spielen. Und ganz klar: Fußball spielen – das liegt mir einfach sehr gut. Deshalb bin ich hier und da passe ich auch gut rein.

Mit seinen Qualitäten als Spielgestalter soll Demirbay in Leverkusen zur Führungsfigur avancieren - Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

bundesliga.de: Welche Rolle spielen die Erwartungen, die an ihre Verpflichtung geknüpft werden, für Sie?

Demirbay: Natürlich ist es eine schöne Bestätigung für die tägliche Arbeit, die man leistet. Aber weder negativ noch positiv darf das einen Spieler beeinflussen. Man muss als Spieler einfach bei sich bleiben. Ich muss keine 18 Tricks in 90 Minuten machen, ich bleibe bei mir, bei meinem einfachen Spiel in gewissen Situationen. Aber Druck übt es bei mir nicht aus, ganz im Gegenteil, es verleiht mir Energie. Ich mache nichts anders, ich bleibe bei mir.

bundesliga.de: Bereits am 3. Spieltag geht es gegen die alten Jungs aus Hoffenheim. Hatten Sie einen versöhnlichen Abschied bei der TSG?

Demirbay: Absolut. Hoffenheim habe ich sehr viel zu verdanken. Ich freue mich, wenn ich gegen sie spielen darf und auf einige alte Gesichter, was ja alles noch sehr frisch ist. Aber mein Verein ist jetzt Bayer Leverkusen. Wenn ich fünf Mal vor dem Tor stehe und den Ball reinschieben kann, mache ich es. Es geht nur um Erfolg.

>>> Bundesliga-Transfermarkt: Alle Wechsel der Clubs