Wolfsburg - Er hat es wieder getan, wenn auch nur zwei Mal: Bas Dost trifft im Moment, wie er will. Der Niederländer bescherte dem VfL Wolfsburg im Europa-League-Sechszehntelfinale gegen Sporting Lissabon mit seinen zwei Treffern eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche - und spricht über seine Topform, nachdem er am vergangenen Samstag in Leverkusen vier Tore erzielt hatte.

bundesliga.de: Herr Dost, warum hat es am Ende nicht zu einem Hattrick gereicht? Sie hatten noch eine gute Chance, das dritte Tor zu machen als Andre Schürrle ihnen einen Ball perfekt vorlegte?

Bas Dost: Ganz einfach. In dieser Situation habe ich den Ball einfach schlecht getroffen. Das muss besser werden. (lacht)

"Kevin und ich harmonieren sehr gut"

bundesliga.de: Können Sie sich diesen unglaublichen Lauf von neun Toren in den letzten fünf Spielen erklären?

Dost: Ich bin im Moment einfach glücklich und spiele jetzt jedes Spiel von Anfang an. Darauf habe ich lange gewartet. Wenn ich glücklich bin, sieht man, was ich leisten kann. Ich wusste immer, dass ich das kann. Dass es nun so gut läuft, ist ein gutes Gefühl, aber das reicht nicht. Am Sonntag geht es nach Berlin - und da muss ich wieder treffen.

bundesliga.de: In der ersten Halbzeit hatten Sie nur wenig Bindung zum Spiel und wurden gut zugedeckt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren Sie dann hellwach...

Dost: Ja, manchmal ist das so als Stürmer, dass du gut verteidigt wirst. Ich bin überhaupt nicht ins Spiel gekommen. In der Kabine war ich sauer. Aber ich wusste, dass meine Chance kommt, denn ich bin gut drauf. Und die Chance ist dann ja auch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gekommen.

bundesliga.de: Ist es bei diesen Vorlagengebern, wie zum Beispiel Kevin de Bruyne, auch ganz einfach im Moment zu treffen?

Dost:Ja, Kevin und ich harmonieren im Training auch immer schon sehr gut. Er guckt einfach und weiß, wie er den Ball spielen muss. Die Vorlage war Weltklasse. Zum Glück habe ich lange Beine und konnte den Ball über die Linie schieben.

bundesliga.de: Das erste Tor hat Ihnen ausnahmsweise mal Naldo aufgelegt.

Dost: Ja, das war geil. Naldo versucht so etwas öfter. Der Pass war richtig stark.

bundesliga.de: Denken Sie in dieser Form auch manchmal, dass der Bondscoach sich bei Ihnen meldet?

Dost: Daran denke ich nicht. Das ist mir total egal. Ich genieße die beiden Tore, und am Sonntag muss ich wieder treffen.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die Chancen für das Rückspiel am kommenden Donnerstag ein?

Dost: Das ist ein gutes Resultat, das dürfen wir nicht mehr weggeben. Wenn wir so konzentriert verteidigen wie heute, sollte das kein Problem sein.

Aus Wolfsburg berichtet Alexander Barklage