Zusammenfassung

  • Dieses Quintett hat Chancen auf einen Stammplatz

  • Stambouli unverzichtbar auf neuer Position

  • Bayerns Rudy überzeugt im Supercup

Köln - Nicht mal mehr zwei Wochen, dann startet endlich die neue Bundesliga-Saison. In der Vorbereitung haben sich einige Spieler besonders in der Vordergrund gespielt, die zuvor vielleicht nicht unbedingt als Stammspieler galten. Nuri Sahin, Sebastian Rudy und Co. wussten zu überzeugen. bundesliga.de stellt ein Quintett vor, das zum Start sehr wahrscheinlich spielen wird.

Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen)

Sein Landsmann Usain Bolt beendete am vergangenen Samstag seine Karriere, die von Leon Bailey bei Bayer 04Leverkusen soll jetzt erst richtig losgehen. In der Winterpause war der Jamaikaner aus Belgien nach Leverkusen gekommen, aber auch der 19-Jährige schaffte es in der Rückrunde nicht, wie das gesamte Bayer-Team, sein volles Potenzial auszuschöpfen.

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Doch jetzt unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich scheint so langsam der Knoten bei Bailey zu platzen. Der Außenstürmer bereitete einige Treffer vor. Der pfeilschnelle Jamaikaner deutete seine Stärken an und ist nun nahe dran an einem Platz in der ersten Elf im Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison beim Meister FC Bayern München. "Leon hat bislang in den Tests und in den Trainingseinheiten einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Er ist jetzt bei uns angekommen und stellt sich dem großen Konkurrenzkampf auf den Außenpositionen", sagt Bayer Sportchef Rudi Völler der "Bild"-Zeitung.

Nuri Sahin (Borussia Dortmund)

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Er ist immer noch der jüngste Spieler, der jemals in der Bundesliga sein Debüt gefeiert hat: Nuri Sahin. Es ist mittlerweile zwölf Jahre her, als der Deutsch-Türke mit 16 zum ersten Mal für den BVB auflief. In der vergangenen Saison war Sahin leider vom Verletzungspech verfolgt und kam nur auf fünf Einsätze in der Bundesliga.

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Doch in der Vorbereitung unter dem neuen BVB-Coach Peter Bosz überzeugte Sahin auf der defensiven Mittelfeld-Position. Der türkische Nationalspieler nutzte die Gunst der Stunde, die sich nach dem Abgang von Sven Bender (zu Bayer Leverkusen) und nach der Verletzung von Julian Weigl bot. Aktuell kann Bosz auf den technisch beschlagenen Sahin nicht verzichten.

Benjamin Stambouli (FC Schalke 04)

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Der 26-jährige Franzose, der in der vergangenen Saison von Paris St. Germain nach Gelsenkirchen gewechselt war, scheint nun endgültig beim FC Schalke 04 angekommen zu sein. Unter dem neuen Knappen-Trainer Domenico Tedesco bekleidet Stambouli neuerdings eine andere Position. Der Franzose ist Teil der Dreierkette, die Tedesco bevorzugt spielen lässt. In der Vorsaison unter Weinzierl war Stambouli zumeist im defensiven Mittelfeld zum Einsatz gekommen.

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Ganz neu ist die Position für Stambouli jedoch nicht, wie er in einem vereinseigenen Interview erklärte: "Ich fühle mich wohl. Dort muss ich sehr fokussiert sein, da wir als Team insgesamt einen anderen Spielstil als im Vorjahr an den Tag legen. In Montpellier habe ich bereits in der Abwehrreihe gespielt, deshalb ist es nicht völlig neu für mich. Grundsätzlich spiele ich dort, wo der Coach mich aufstellt." Und das ist aktuell in der Abwehr. Durch die Versetzung nach hinten, hat sich Stambouli aber aktuell einen Stammplatz gesichert.

Sebastian Rudy (FC Bayern München)

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Sebastian Rudy ist neben dem Platz eher ein ruhiger Vertreter und kein Mann der lauten Töne. Trotzdem hat er sich nach nur einem Pflichtspiel mit seinem neuen Verein schon in die Stammelf gespielt. Der ablösefreie Neuzugang aus Hoffenheim kam mit riesigem Selbstbewusstein an die Säbener Straße nach einer überragenden Saison in Hoffenheim und nach dem Confed-Cup-Sieg mit der deutschen Nationalmannschaft in Russland. Er verpasste im Team von Jogi Löw in fünf Spielen nur 16 Minuten.

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Auch im Supercup gegen den BVB zeigte Rudy, dass er den Abgang von Ikone Xabi Alonso zwar nicht direkt kompensieren, über kurz oder lang aber in seine Fußstapfen treten könnte. "Ich ziehe das Spiel gerne an mich. Ich versuche, meinen Mitspielern dadurch zu helfen, Lücken aufzureißen und die Bälle zu verteilen. Solche wie mich gibt es nicht oft. Ich bin manchmal auch zurückhaltend, aber im Spiel kann ich dann schon zeigen, was los ist. Ich bin mir zu einhundert Prozent sicher, dass es der richtige Weg ist", erklärte Rudy. Trotz der großen Konkurrenz im Mittelfeld der Bayern scheint er im Team von Trainer Ancelotti seinen Platz gefunden zu haben.

Dayot Upamecano (RB Leipzig)

18 Jahre ist Dayot Upamecano erst alt. Doch schon zu Beginn seiner zweiten Saison mit dem deutschen Vizemeister scheint sich der Franzose schon als echte Top-Verstärkung zu entpuppen. In der Winterpause aus Salzburg gekommen, brauchte Upamecano eine Weile, bis er sich an die Bundesliga gewöhnt hatte. Die letzten fünf Spiele der alten Saison spielte der Franzose jedoch schon durch. Es war ein Fingerzeig auf die neue Saison, denn in der Vorbereitung überzeugte Upamecano an der Seite von Willi Orban in der Innenverteidigung. Aktuell scheint er den Kampf um den Platz in der Startelf gegen Marvin Compper gewonnen zu haben.

Alexander Barklage