
"Aus Begeisterung wurde Leidenschaft" – Mertesackers Weg zum DFB
In Hannover begann seine Profikarriere, in Bremen reifte er zum Führungsspieler, mit Deutschland wurde er Weltmeister. Nun kehrt Per Mertesacker in neuer Rolle zum DFB zurück.
Schon als Jugendlicher verfolgte Per Mertesacker die großen Momente der Nationalmannschaft. "Der deutsche Fußball ist und bleibt eine Herzensangelegenheit", beschreibt der Weltmeister von 2014 seine enge Verbindung zum DFB. Seinen persönlichen Weg fasst er so zusammen: "Aus Begeisterung wurde Leidenschaft."
Bei Hannover 96 schaffte Mertesacker den Sprung in die Bundesliga. Mit seiner Ruhe, seinem Stellungsspiel und seiner Verlässlichkeit empfahl er sich früh für höhere Aufgaben. 2004 berief ihn Jürgen Klinsmann erstmals in die Nationalmannschaft.
Führungsspieler in Bremen
2006 wechselte Mertesacker zu SV Werder Bremen. Es folgte der Wechsel nach England zum FC Arsenal, wo "der große Deutsche" zur Vereinslegende wurde und fünf Trophäen mit den Gunners holte.
Über ein Jahrzehnt gehörte Mertesacker auch zu den festen Größen der Nationalmannschaft. Er spielte bei der Heim-WM 2006, erreichte 2008 das EM-Finale und wurde 2014 in Brasilien Weltmeister.
"Der deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial"
Nach 104 Länderspielen beendete er seine DFB-Karriere. Der Kontakt zum Verband blieb jedoch bestehen. "Der Kontakt zum DFB ist auch nach dem Ende meiner Nationalmannschaftskarriere nie abgerissen", sagt Mertesacker.
Nach seiner aktiven Karriere übernahm Mertesacker 2018 die Leitung der Arsenal Academy. Dort beschäftigte er sich intensiv mit der sportlichen und persönlichen Entwicklung junger Talente.
Er kennt den Fußball heute aus vielen Perspektiven: als Bundesligaspieler, Nationalspieler, Weltmeister und Nachwuchsentwickler. "Genau das ist meine Motivation", sagt er mit Blick auf seine künftige Aufgabe.

Noch nicht auf dem Klopp-Podium
Bei der Vorstellung von Jürgen Klopp saß Mertesacker noch nicht auf dem Podium. Der Grund liegt im zeitlichen Ablauf: Er tritt seine neue Funktion offiziell erst am 1. Januar 2027 an. Bis dahin bleibt Andreas Rettig Geschäftsführer Sport.
Mertesackers eigene Präsentation soll später erfolgen. Während Klopp für den unmittelbaren Neustart der Nationalmannschaft steht, soll Mertesacker vor allem die langfristige Entwicklung von Talenten und Strukturen vorantreiben.
Für Mertesacker schließt sich damit ein Kreis: vom Fan über den Bundesliga-Profi und Weltmeister bis zum Verantwortlichen für die nächste Generation. Seine Vorfreude bringt er knapp auf den Punkt: "Ich brenne darauf."
