Pedro Tonon Geromel hat sich beim 1. FC Köln als die erhoffte Verstärkung entpuppt. Der Neuzugang ist eine feste Stütze im Abwehrverbund der "Geißböcke".

Trainer Christoph Daum hatte Geromel bei der offiziellen Vorstellung in den höchsten Tönen gelobt: "Geromel hat eine sehr, sehr gute Technik, er kann das Spiel sehr gut lesen und von hinten heraus gut eröffnen. Er ist zweikampfstark und hat ein gutes Kopfball- und Passspiel."

Daum sollte Recht behalten, wie man an den ersten acht Spieltagen gesehen hat. Geromel, der vom portugiesischen Club Vitoria Guimaraes zum FC gewechselt ist, zahlt die Vorschusslorbeeren mit starken Leistungen zurück. In der Innenverteidigung ist er gesetzt und auf Anhieb eine Stütze.

Doch wer ist dieser Geromel? bundesliga.de hat Wissenswertes über den Kölner Neuzugang zusammengetragen.

Studentischer Entdecker

Dass der 1. FC Köln auf Geromel aufmerksam wurde, hat der Club laut "11 Freunde" einem seiner studentischen Mitarbeiter zu verdanken. Im vereinseigenen Technologiezentrum für Leistungsdiagnostik, Individual-Training und zentralisiertes Scouting beobachtet Ricardo Tavarez den Fußball in Portugal und wertet die Leistungen der Spieler aus. Dabei stieß der Student auf Geromel und empfahl ihn.

Auf der Überholspur

Mit Aufsteiger Vitoria Guimaraes sorgte Geromel in der vergangenen Saison in der portugiesischen Liga für Furore. Der Club landete am Ende auf dem 3. Platz und löste das Ticket für die Champions-League-Qualifikation. Den Einzug in die "Königsklasse" verpasste der Club allerdings. In der 3. Runde scheiterte Guimaraes am FC Basel (0:0, 1:2).

Große Ehre

Geromel war mit seinen starken Leistungen maßgeblich am überraschenden Erfolg von Guimaraes in der ersten portugiesischen Liga beteiligt. Dafür wurde der Abwehrmann auch belohnt: Er wurde zum besten Spieler der Saison gewählt.

Brasilianischer Italiener

Pedro Tonon Geromel hat eine doppelte Staatsbürgerschaft: Er ist Brasilianer und auch Italiener. Geboren wurde er am 21. September 1985 in Sao Paulo. Seine italienischen Wurzeln gehen auf seinen Großvater zurück, der aus Catania stammte. Kennengelernt hat er den Opa aber nie.

Jugend-Vorbild

Geromel hat in seiner Jugend vor allem einem Spieler nachgeeifert: Alessandro Nesta. Der italienische Abwehrspezialist hat in seiner Karriere so gut wie alles erreicht: Mit dem AC Mailand gewann er 2003 und 2007 die Champions League, holte 2003 den Weltpokal und wurde 2004 italienischer Meister. Mit Italien gewann Nesta 2006 den Weltmeistertitel.

Karriere-Leiter

Seine ersten Gehversuche im Fußball machte Geromel bei Sociedade Esportiva Palmeiras in Brasilien, wo er in der Jugend lange spielte. Im Juli 2003 wechselte der 1,90 Meter große Abwehrhüne nach Portugal zu Desportivo de Chaves. Zwei Spielzeiten später heuerte er beim Ligakonkurrenten Vitoria Guimaraes an, ehe im Sommer der Umzug nach Köln stattfand.

Beine hoch

Auf dem Platz geht Geromel energisch zu Werke - so wie es sich für einen Verteidiger gehört. Ruhig lässt er es abseits der Kreidemarkierungen zugehen. Der 23-Jährige legt in seiner Freizeit gerne die Beine hoch. Er bezeichnet "Relaxen" als sein liebstes Hobby.

Kölner Traum

Auch wenn Geromel erst seit Sommer in Köln ist, so hat er sich die dortige Mentalität schnell angeeignet. Analog zu den sympathisch-chronisch zur Übertreibung neigenden FC-Fans gibt er als sportlichen Traum an: "Mit dem FC Deutscher Meister werden".

Lebens-Motto

Wenn es in dieser Saison nicht dazu reichen sollte, seinen Traum von der Meisterschaft mit Köln zu erfüllen, so dürfte ihm das am Ende der Spielzeit nicht allzu viel ausmachen. Denn Geromel hat ein Lebens-Motto, das da lautet: "In the end, everything is okay".