München - Der FC Arsenal hat das "Wunder von London" nur um Haaresbreite verpasst. Nach einer leidenschaftlichen Aufholjagd gewannen die "Gunners" das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den italienischen Meister AC Mailand zwar mit 3:0 (3:0), dennoch war für die Mannschaft von Teammanager Arsene Wenger aufgrund der 0:4-Niederlage im Hinspiel frühzeitig Endstation in der "Königsklasse".

In der zweiten Begegnung am Dienstagabend setzte sich Benfica Lissabon mit 2:0 (1:0) gegen Zenit St. Petersburg durch, nachdem die Russen das erste Duell mit 3:2 für sich entschieden hatten. Damit befinden sich Milan und der portugiesische Rekordmeister im Lostopf, wenn am 16. März die Begegnungen des Viertel- und Halbfinales ermittelt werden. Die Runde der letzten Acht wird am 27./28. März und 3./4. April ausgetragen.

Drei Treffer in der ersten Hälfte

Den Krimi des Abends erlebten die 59.000 Zuschauer im Emirates Stadion in der englischen Hauptstadt, zumal die Partie für die Gastgeber nach Maß mit einem frühen Führungstor durch Laurent Koscielny (7.) begann. Der Ex-Dortmunder Tomas Rosicky (26.) und Stürmerstar Robin van Persie (43., Foulelfmeter) erhöhten auf 3:0 und verwandelten die Londoner Arena in ein Tollhaus. Bis zur Halbzeitpause war von Milan nichts zu sehen, nicht einmal eine Torchance brachte der allzu bieder und behäbig auftretende Tabellenführer der Serie A zustande. AC-Keeper Christian Abbiati musste katastrophale Fehler seiner Vorderleute mit Glanzparaden ausbügeln.

In der zweiten Hälfte leisteten die Italiener mehr Widerstand, präsentierten sich wesentlich geordneter und kamen auch zu einigen guten Chancen. Es entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, doch der erhoffte vierte Treffer, mit dem Arsenal zumindest eine Verlängerung erzwungen hätte, wollte nicht fallen. Die größte Chance vergab Kapitän van Persie in der 58. Minute. Danach kam von den Gastgebern, die bis dahin jede Menge Kraft gelassen hatten, nicht mehr viel.

In Lissabon öffnete Maxi Pereira (45.) Benfica schon vor der Halbzeit das Tor in die Runde der letzten Acht. St. Petersburg enttäuschte auf der ganzen Linie und hatte den technisch und spielerisch besseren Gastgebern nichts entgegenzusetzen. Das 2:0 erzielte Nelson Oliveira in der Nachspielzeit (90.+3).