Gelsenkirchen - Beim FC Schalke 04 hatte sich der FC Bayern München etwas schwer getan, bis der 3:1-Sieg am Ende unter Dach und Fach war. Umso schneller ging es nach der Partie, denn der Flieger nach München wartete und Eile war angesagt. Arjen Robben, der die Bayern mit seiner Maßflanke auf Javi Martinez erst auf die Siegerstraße gebracht hatte, stellte sich trotzdem kurz den Fragen und sprach über Leidenschaft und Geduld, die Botschaft seines Trainers und Verfolger Borussia Dortmund.

Frage: Arjen Robben, war es dieses Mal im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampfsieg für den FC Bayern?

Arjen Robben: Genau! Es war ein gutes Spiel zweier guter Mannschaften – wobei Schalke mit fünf Verteidigern sehr defensiv gespielt hat. Die Umstände waren bei dem Wetter auch schwierig, der Platz war richtig schwer zu spielen. Dann geht es eben um Kampf und um Leidenschaft, aber auch um Disziplin. Du musst in so einer Partie die Geduld bewahren.

Frage: In der ersten Halbzeit haben sich die Bayern noch etwas schwer getan.

Robben: Wir hatten eine Phase in der ersten Halbzeit, da haben wir die Kontrolle ein bisschen verloren. Da haben wir zu einfach die Konter der Schalker zugelassen. Aber in der zweiten Halbzeit war es wieder viel besser, da haben wir das Spiel dann noch mehr kontrolliert. Wir haben den Ball gut laufen lassen. Und am Ende dann auch verdient gewonnen.

"Man muss immer Vollgas geben"

Frage: Und am Ende war es dann auch der Beweis, dass der FC Bayern eben nicht nur zaubern und schön spielen kann, sondern auch kämpfen und ackern?

Robben: Das muss auch so sein, das geht nicht anders. Das war auch die Botschaft des Trainers vor dem Spiel. Wenn man etwas erreichen will, dann muss man immer Vollgas geben. Man hat das auch beim Spiel der Dortmunder in Hamburg gesehen. Ich glaube, da geht normaler Weise ein bisschen mehr für den BVB. Aber man hat gesehen, was passieren kann. Dann verlierst du plötzlich ein Spiel.

Frage: Der BVB hat es am Freitag auch verpasst, etwas Druck zu machen auf die Bayern.

Robben: Sie haben das Spiel und die Punkte verloren. Dann musst du selbst zuschlagen. Genau das haben wir auf Schalke gemacht.

"Es bleibt ein Kampf bis zum Ende"

Frage: Acht Punkte Vorsprung in der Tabelle sind jetzt ein beruhigendes Polster?

Robben: Das ist gut, aber auch nicht mehr als das. Wir müssen weiterhin immer auf uns selbst schauen. Ich denke, es bleibt ein Kampf bis zum Ende. Dortmund hat eine super Mannschaft, da ändert die Niederlage in Hamburg nichts.

Aus Gelsenkirchen berichtet Dietmar Nolte