München - Der 1. FC Köln empfängt zum Ausklang des Jahres 2010 den MSV Duisburg (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker).

FC-Trainer Frank Schaefer verdeutlicht die hohe Bedeutung des Pokalspiels: "Wir stehen mit Sicherheit vor einem für die Mannschaft, für unsere Situation und insbesondere natürlich für den gesamten Club sehr wichtigen Spiel. Es geht darum, dass wir mit einem Erfolgserlebnis in die kurze Winterpause gehen und somit gut in die Rückrunde starten können. Es wäre ein sehr wichtiges Signal und auch eine gute Perspektive, das Spiel für uns zu entscheiden und somit ins Viertelfinale des DFB-Pokal einzuziehen."

Podolski wohl dabei

Bei Lukas Podolski geht Schaefer davon aus, dass er zur Verfügung steht. Fraglich sind die Einsätze von Milivoje Novakovic, Kevin Pezzoni, Fabrice Ehret und Christian Clemens. Frank Schaefer stellte aufgrund der vielen personellen Unklarheiten aber nochmals klar, dass er nur Spieler aufstellen werde, die topfit sind, "um noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren".

Den Gegner schätzt der FC-Trainer durchaus stark ein, stellte allerdings auch den Anspruch seiner Mannschaft heraus. "Duisburg ist eine gute Zweitligamannschaft und sie haben eine gute Hinrunde gespielt. Die Mannschaft hat wenig zu verlieren und genauso werden sie auch in das Spiel gehen. Unser klarer Anspruch ist es aber, das Spiel zu gewinnen und im Pokal eine Runde weiterzukommen."

Dass ein Weiterkommen im Pokal nicht nur aus sportlicher Perspektive sehr wichtig und reizvoll wäre, betonte Frank Schaefer auch mit Blick auf zusätzliche Einnahmen in diesem Wettbewerb. "Wie für dreiviertel aller Mannschaften wäre auch hinsichtlich des finanziellen Aspekts ein Weiterkommen für uns sehr wichtig."

Kein Druck - nur Freude

"Es ist das Spiel des Jahres - und jeder wird so auftreten", verdeutlicht MSV-Trainer Milan Sasic vor dem Spiel. Dabei überwiegt nach einer tollen Vorrunde in der Liga die Vorfreude. Sasic weiter: "Wir haben keinen Druck, wir freuen uns riesig. Es ist ein fantastisches Gefühl, dass 10.000 Fans mit anreisen werden."

Beim Tabellen-16. der Bundesliga, den Sasic mit seinem Trainerstab zuletzt am Samstag beim 0:3 auf Schalke unter die Lupe nahm, kann der MSV-Coach aus dem Vollen schöpfen, alle "Zebras" sind an Bord und bereit für das letzte Duell 2010. "Das Pokalspiel", erklärt Sasic, "ist nach einer gelungenen Überraschungs-Hinrunde ein wunderschöner Abschluss."

Nur mit munteren Worten ist der FC aber nicht zu packen. "Wir haben großen Respekt vor den Kölnern", sagt Sasic, "und werden alles versuchen, um in die nächste Runde zu kommen. Ich habe nichts dagegen, wenn wir am Mittwoch mehr Glück haben als in den letzten Spielen." Das Quäntchen Glück und ein bisschen mehr Treffsicherheit als zuletzt etwa gegen den VfL Bochum oder den FSV Frankfurt wird nötig sein, um den Traum vom Viertelfinale möglich zu machen.

Bilanz spricht für Köln

Die Bilanz gegen den 1. FC Köln sieht aus Duisburger Sicht eher trist aus. Von insgesamt 82 Begegnungen konnte der FC 43 gewinnen. 18 Spiele gingen verloren, 21 endeten mit einem Unentschieden.

Im DFB-Pokal verlor der FC zudem von fünf bisherigen Aufeinandertreffen mit den "Zebras" nur eines. Zwei konnte der FC für sich entscheiden, zwei endeten Unentschieden. Von den beiden Unentschieden konnte der MSV eines nach Elfmeterschießen gewinnen, das andere gewann der FC in einem Entscheidungsspiel.


VfL Wolfsburg - FC Energie Cottbus

Wenn die "Wölfe" am Mittwochabend den FC Energie Cottbus empfangen (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker), dann kämpfen sie nicht nur um einen positiven Abschied aus dem Jahr 2010, sondern auch und vor allem darum, sich eine kostbare Chance zu bewahren.

"Wir wissen alle, wie schnell es im Pokal gehen kann. Es ist der kürzeste Weg nach Europa, und aktuell sind schon viele große Mannschaften draußen", sagt Sascha Riether. "Außerdem ist es für jeden von uns, für die Spieler genau wie für die Fans, ein großer Traum, mal ins Finale von Berlin zu kommen."

"Eigentlich spricht alles für Wolfsburg", bringt Energie-Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz die Vorzeichen vor Achtelfinale auf den Punkt. Doch ergeben wird sich der FCE nicht schon im Vorfeld. "Wolfsburg hat enorm viel Qualität in der Mannschaft", weiß der Energie-Coach.

Kampfspiel auf schwerem Boden

Als Favorit mit Heimvorteil gibt es laut Co-Trainer Pierre Littbarski für die "Wölfe" nichts zu gewinnen, deshalb könne es auch nur darum gehen, sich mit höchster Konzentration in die nächste Runde zu kämpfen. "Wir müssen unser Herz in beide Hände nehmen und bis zum erfolgreichen Ende, ob über 90 oder 120 Minuten, kämpfen", erklärt Littbarski weiter.

Auch Diego hat vor der Aufgabe großen Respekt, zumal die Lausitzer in 2. Bundesliga mittlerweile zu den Topclubs gehören. "Cottbus hat ein starkes Team und wird versuchen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen. Auch wird der Platz nicht einfach zu bespielen sein. Wir müssen also kämpfen bis zum Umfallen und alles dafür tun, um eine Runde weiterzukommen", sagt der Brasilianer.