Ob mit links, mit rechts, mit Köpfchen oder bei einer Standardsituation: Andreas Ivanschitz trifft das Tor einfach aus allen Lagen. Den großen Auftritt, den beherrschte er schon als kleiner Junge. Denn schon da haute er kräftig auf die Pauke.

Aufgewachsen im 900 Einwohner-Dorf Baumgarten im österreichischen Bundesland Burgenland spielte Ivanschitz während seiner Kindheit und Jugend in der Blaskapelle seines kleinen Heimatortes sieben Jahre lang die große Trommel. Weiterhin wurde er am Klavier und an der Oboe unterrichtet.

Musik und Fußball

Musik war von Beginn an Teil seines Lebens, arbeitet sein Vater doch als Musiklehrer. Ivanschitz größerer Bruder Clemens hat sogar ein Musikstudium absolviert. Doch Andreas zog es vor, seine Profession in der anderen Leidenschaft der Familie zu suchen: dem Fußball.

Als Sechsjähriger spielte Ivanschitz erstmals in einem Verein, dem ASK Baumgarten. Bis zu seinem 14. Lebensjahr blieb der Österreicher dem Club treu und durchlief dabei sämtliche Auswahlmannschaften des Bezirks und des Bundeslandes. "Viel Lernen von sehr guten Trainern und dabei nie den Spaß am Fußball zu verlieren, das wurde mir bei meinem Stammverein geboten und dafür bin ich noch heute sehr dankbar", erklärte Ivanschitz auf seiner Homepage.

In jungen Jahren gesetzt

Längst waren die großen Clubs der Alpenrepublik auf ihn aufmerksam geworden, und so unterschrieb er als Teenager bei Rapid Wien. Schnell spielte sich Ivanschitz dort nach oben und schon im Alter von 16 Jahren gab er am 26. Oktober 1999 im ÖFB-Cup sein Profidebüt beim Hauptstadtclub.

Ein halbes Jahr später stand er auch erstmals bei einem österreichischen Bundesliga-Spiel auf dem Rasen und war ab der Saison 2000/01 nicht mehr aus dem Team wegzudenken. Fast 150 Begegnungen absolvierte Ivanschitz in der Liga für Rapid bis 2006. 2003 wurde er zu "Österreichs Fußballer des Jahres" gekürt und zwei Jahre später gewann er die Meisterschaft mit Rapid. In jener Zeit reifte er auch zum Nationalspieler.

Es folgte ein Wechsel zu Red Bull Salzburg im Januar 2006. Jedoch kam Ivanschitz und Giovanni Trapattoni nur 13 Mal zum Einsatz. So ging es schon im nächsten Sommer erst per Ausleihe und später mit vollem Vertrag ins Ausland. Drei Jahre spielte Ivanschitz bei Panathinaikos Athen, wo man ihn als den "grünen Mozart" feierte.

Austrias Chef bei der EURO

Seine Leistungen beim griechischen Champions-League-Teilnehmer bescherten dem Burgenländer die Kapitänsbinde bei der Europameisterschaft im eigenen Land im Sommer 2008. Doch zurück in Athen fand er unter dem neuen Trainer nur noch selten Berücksichtigung.

So entschied er sich für einen erneuten Wechsel - in die Bundesliga. Die deutsche Bundesliga. In Mainz wurde er mit vielen Vorschusslorbeeren empfangen. "Ich bin mit dem Druck aufgewachsen, dass an meine Person immer eine besondere Erwartungshaltung gestellt wird. Damit kann ich leben", sagte er bei seiner Vorstellung.

Und die Vorstellung, die er Woche für Woche auf dem Rasen abliefert, lässt sich wohl nur als Symphonie am Ball beschreiben. Mit links, mit rechts, mit Köpfchen…

Zurück zum Spielerprofil von Andreas Ivanschitz