Köln/München - Zum Abschluss einer turbulenten Woche beim FC Bayern konnte auch Pep Guardiola noch für eine Überraschung sorgen. Xabi Alonso (Wechsel perfekt: Alonso kommt zum FCB) und Medhi Benatia werden möglicherweise schon am Samstagabend bei Schalke 04 (ab 18 Uhr im Liveticker) ihr Debüt geben.

"Ob sie spielen, weiß ich nicht", sagte der Trainer zwar am Freitag, ergänzte aber: "Beide kommen mit. Beide sind fit." Während Benatia bereits am Donnerstag das Training an der Säbener Straße aufnahm, müsste Alonso freilich einen Kaltstart hinlegen.

Freude über Alonso-Transfer

Ob nun am Samstag oder erst zwei Wochen später - Guardiola ist heilfroh, dass er die beiden nun hat. Die Ausfälle von Javi Martinez, Bastian Schweinsteiger und Thiago haben ihm einen Strich durch seine Planungen für die Saison gemacht. Alonso und Benatia "sind sehr gut für diesen Verein", sagte Guardiola. Es sei zudem mitnichten so, dass er das alleine entschieden habe: "Es ist nicht so dass ich sage: Ich will das, wir machen es so."

Vor allem seine Freude über die Verpflichtung von Alonso konnte Guardiola aber nur schwer verbergen. "Wir brauchen einen Spieler mit dieser Qualität, mit diesen Augen, dieser Schnelligkeit im Kopf", betonte der Trainer. Ja, er wisse, Alonso sei bereits 32 Jahre alt, aber das sei egal bei der Position, auf der er spiele: "In dieser Position brauchen wir intelligente Spieler."

Ziel ist das Halbfinale

Guardiola findet auch nicht fragwürdig, dass der FC Bayern Toni Kroos zu Real Madrid ziehen ließ und nun einen Alonso von dort holt. "Jede Situation ist eine andere", sagte er, "wir haben um Toni gekämpft, aber am Ende entscheiden die Spieler für sich selbst." Und nun sei die Lage eben anders: "Wir hatten Probleme wegen der Verletzung von Javi und auch ein bisschen wegen Basti und Thiago", und Alonso "war für unsere Spielweise in diesem Moment die beste Lösung."

Und im Moment heißt für Guardiola: "Wir haben nur wenige Spieler in dieser Position, die Champions League beginnt jetzt." Sie beginnt für den FC Bayern am 17. September mit dem Heimspiel gegen Manchester City, weitere Gegner sind ZSKA Moskau und, kurios, Benatias bisheriger Verein AS Rom. "Schwere Gruppe, gute Mannschaften, gute Gegner", sagte Guardiola. Ganz allgemein ergänzte er dann: Wie im Vorjahr das Halbfinale zu erreichen, "ist ein gutes Ziel."

Weltmeister als Härtefälle

Sollte es so weit kommen, könnte Guardiola einen Kader zur Verfügung haben, der platzt vor Qualität - in dem dann auch deutsche Weltmeister zu Härtefällen werden. Ach, das sei doch nicht schlimm, versicherte der Trainer: "Wenn alle wieder da sind, dann ist das super für Bayern München. Wir brauchen diese Spieler." Und die Spieler müssten dann eben "untereinander kämpfen". Fußball, betonte Guardiola, "ist heute, jetzt. Nicht, was in der Vergangenheit war."